Landwirt verdrängt SP-Fraktionschef

Im Kanton Schwyz ist die SVP die Wahlgewinnerin. Sie hat bei den Nationalratswahlen mit Neuling Marcel Dettling auf Kosten von SP-Bundeshausfraktionschef Andy Tschümperlin einen zweiten Sitz in der vierköpfigen Schwyzer Vertretung ergattert. Im Ständeratsrennen wurde das bisherige SVP-Duo überraschend bereits im ersten Wahlgang wiedergewählt.

Im Kanton Schwyz ist die SVP die Wahlgewinnerin. Sie hat bei den Nationalratswahlen mit Neuling Marcel Dettling auf Kosten von SP-Bundeshausfraktionschef Andy Tschümperlin einen zweiten Sitz in der vierköpfigen Schwyzer Vertretung ergattert. Im Ständeratsrennen wurde das bisherige SVP-Duo überraschend bereits im ersten Wahlgang wiedergewählt.

Am meisten Stimmen holte der bisherige SVP-Nationalrat Pirmin Schwander (27'392), gefolgt von seinem Parteikollegen und Neuling Dettling Marcel (20'502). Der 34-jährige Kantonsrat und Landwirt liess sogar zwei Bisherige hinter sich. FDP-Nationalrätin Petra Gössi (19'780) landete auf dem dritten Platz vor dem amtierenden CVP-Nationalrat Alois Gmür (16'835).

Berufspolitiker abgewählt

Eine eigentliche Wahlschlappe musste der bisherige SP-Nationalrat Andy Tschümperlin aus Rickenbach einstecken. Trotz Listenverbindung von SP, Grünen und GLP kam der 53-jährige Berufspolitiker gerade mal auf 10'982 Stimmen. Er erklärte nach seiner überraschenden Abwahl, er werde sich nach 20 Jahren aus der Politik zurückziehen und neu orientieren.

Die SP-Bundeshausfraktion muss damit einen neuen Präsidenten oder eine neue Präsidentin suchen. Tschümperlin ist seit 2007 im Nationalrat und seit 2012 SP-Fraktionspräsident. Der vierfache Familienvater folgte auf die damalige Nationalrätin Ursula Wyss (BE), die das Amt abgegeben hatte.

SP nach zwölf Jahren nicht mehr dabei

Die vierköpfige Schwyzer Nationalratsvertretung ist künftig rein bürgerlich. Die Linke ist erstmals nach zwölf Jahren nicht mehr vertreten. Die SVP schickt in der nächsten Legislatur zwei Nationalräte nach Bern, hinzu kommen je ein Nationalrat von CVP und FDP.

Mit der Sitzverschiebung ändert sich die parteipolitische Zusammensetzung der Schwyzer Nationalratsvertreter nach vier Jahren erneut. 2011 hatte die SVP einen Sitz an die FDP verloren. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,7 Prozent. 517 Wahlzettel waren ungültig.

Sechs Kandidaten ohne Chance

Bei den Wahlen um die beiden Ständeratssitze konnte sich das SVP-Duo Alex Kuprecht und Peter Föhn überraschend bereits im ersten Wahlgang durchsetzen. Sie liessen die übrigen sechs Kandidaten deutlich hinter sich. Alex Kuprecht erzielte 30'868 Stimmen, auf Peter Föhn entfielen 29'595 Stimmen. Das absolute Mehr lag bei 25'964 Stimmen.

Von den Nichtgewählten erzielte Bruno Beeler (CVP) mit 14'886 Stimmen das beste Resultat. Sein Parteikollege Marco Casanova machte 11'677 Stimmen. Die Seilbahnunternehmerin Nathalie Henseler vom überparteilichen Komitee für mehr Schwyz in Bern erhielt 7735 Stimmen. Die beiden Juso-Kandidaten Thomas Büeler (3226 Stimmen) und Elias Studer (3146 Stimmen) fielen deutlich zurück. Ebenso der ehemalige Velohändler Albert Knobel (Freie Auswahl, 2277 Stimmen). Auf Vereinzelte fielen 442 Stimmen.

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