Landwirt von SVP zu CVP-Fraktion

Der ehemalige Präsident der Zürcher SVP, Konrad Langhart, schliesst sich im Kantonsrat der CVP-Fraktion an. Der Biolandwirt aus Oberstammheim ZH trat im Dezember aus der SVP und aus der SVP-Kantonsratsfraktion aus.

Der ehemalige Präsident der Zürcher SVP, Konrad Langhart, schliesst sich im Kantonsrat der CVP-Fraktion an. Der Biolandwirt aus Oberstammheim ZH trat im Dezember aus der SVP und aus der SVP-Kantonsratsfraktion aus.

Konrad Langhart wird sich der CVP-Fraktion anschliessen. Dies gab der Landwirt am Montag an einer Medienkonferenz bekannt, wie der «Landbote» berichtet. Er sei oft über seine politische Zukunft angesprochen worden.

Als Bauer grüner geworden

Der Biobauer wird der CVP nicht betreten, sondern er führt sein Amt als Kantonsrat als Parteiloser fort. Weshalb schliesst er sich der CVP an? Der Wechsel sei auf den ersten Blick nicht naheliegend für einen reformierten Bauern, sagte Langhart. Es gebe grosse Übereinstimmungen in wichtigen Sachfragen.

Bei der Landwirtschaftspolitik habe die CVP eine ähnliche Sicht wie er. «Als Bauer bin ich in den letzten Jahren deutlich grüner geworden», sagte er weiter. Viele Landwirte würden ähnlich denken wie er, ist er überzeugt. Zudem unterstütze er die Energiestrategie des Bundes.

Rücktritt unter Misstönen

Langhart war während 33 Jahren Mitglieder der SVP. Doch die Kantonratswahlen von vergangenem Jahr war für die SVP ein Debakel. Sie verlor 5,56 Prozent Wähleranteil. Langhart musste unter Misstönen als Präsident der Zürcher SVP zurücktreten. Alt Bundesrat Christoph Blocher sagte auf «Teleblocher», die Partei sei nicht mehr richtig geführt worden. Beispielsweise sei die Arbeit in den Kommissionen vernachlässigt worden.

Im Dezember 2019 gab der Biobauer den Austritt aus der SVP bekannt. «Ich kann und will die Ausrichtung der Partei, wie sie in den letzten Jahren und Monaten stattgefunden hat, nicht mehr länger mittragen», liess er in einer Medienmitteilung verlauten. «Ich habe erkannt, dass ich nicht in eine Oppositions- und Protestpartei gehöre», sagte er weiter. 

Es sei ihm nicht gelungen, die Partei wieder näher zu den ursprünglichen Wählerinnen und Wählern, beispielsweise den Gewerblern und Bauern, zu bringen. «Die internen Widerstände waren zu gross. Die enormen Wahlverluste der letzten Jahre in der ganzen Schweiz geben mir nachträglich recht», hielt Langhart in seiner Mitteilung fest.

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