Landwirt wird höchster Schweizer

Die bevorstehende Wahl von Pierre-André Page zum Nationalratspräsidenten ist die Krönung der politischen Karriere des Freiburger SVP-Politikers. Der Meisterlandwirt aus Châtonnaye sitzt seit 2015 in der grossen Kammer.

Die Bezeichnung «höchster Schweizer» wechselt jährlich und bezieht sich auf den Nationalratspräsidenten, die höchste Position im Parlament.

Der 65-jährige Page ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern. Er wird in seinem Heimatkanton Freiburg am 3. Dezember gefeiert.

Gemeinderat, Grossrat, Nationalrat

Der Politiker ist fest in seiner Region, dem Bezirk Glâne, verankert. 1996 trat er in den Gemeinderat der Gemeinde Châtonnaye ein. Diese liegt an einem Ort zwischen Romont und Payerne VD, der einen herrlichen Blick auf den Neuenburgersee und die Jurakette bietet.

2002 wurde Page Gemeindepräsident von Châtonnaye. Dieses Amt hatte er bis 2006 inne. Ab 1996 gehörte der Landwirt dem Grossen Rat an. 2009 übernahm er für ein Jahr das Präsidium der Freiburger Kantonslegislative. Das Kantonsparlament verliess Page 2015, als er im Oktober in den Nationalrat gewählt wurde.

Glänzende Wiederwahl

Der Freiburger sass dann in Bern neben seinem kantonalen Parteikollegen Jean-François Rime, der damals das politische Zugpferd war. 2019 wurde er wiedergewählt, als Rime überraschend abgewählt wurde. 2023 kam es zur Wiederwahl, wobei der Bürger von Châtonnaye erneut der bestgewählte Nationalrat des Kantons war.

Um in den Nationalrat zu gelangen, hatte Page zuvor drei Versuche unternehmen müssen. Er scheiterte 2003, 2007 und 2011. Auf kantonaler Ebene scheiterte er zweimal – 2006 und 2011, um in den Freiburger Staatsrat zu gelangen. In diesem hatte die SVP zwischen 1996 und 2021 keinen Sitz.

Ein Leben für die Landwirtschaft

Neben seiner politischen Laufbahn widmete Page sein Berufsleben der Landwirtschaft, deren Interessen er stets verteidigte. Nach einer landwirtschaftlichen Lehre in Gempen SO setzte er seine Ausbildung an der Landwirtschaftsschule in Grangeneuve FR fort. Dort legte er 1986 die eidgenössische Meisterprüfung in der Landwirtschaft ab.

Der Freiburger Politiker bewirtschaftete von da an bis vor Kurzem in einer Partnerschaft einen 62 Hektar grossen gemischten Betrieb in der Gemeinde Châtonnaye. Sein Beruf führte dazu, dass er zahlreiche Aufgaben in der Agrarbranche übernahm.

So war er Präsident der Weiterbildungskommission des Landwirtschaftlichen Instituts in Grangeneuve, Präsident und Mitglied verschiedener Kommissionen. Page präsidierte zudem viele Jahre lang die Landi von Romont, dem Hauptort des Glâne-Bezirks, und Umgebung.

Letztmals hatte ein Freiburger von Ende 2017 bis Ende 2018 das Amt des höchsten Schweizers inne. Damals war der Mitte-Politiker Dominique de Buman Nationalratspräsident.

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