Auch wenn von der Schweiz unterstützte Entwicklungshilfeprojekte wie geplant abgeschlossen werden, ist deren langfristige Wirkung nicht sichergestellt. Bei einer Untersuchung von Projekten in Indien und Südafrika stiess die Eidg. Finanzkontrolle (EFK) aber auch auf zahlreiche «Projektspuren».
Die 14 ausgesuchten damaligen Vorhaben hätten sich in unterschiedlicher Art und Weise und mit unterschiedlichem Erfolg weiterentwickelt, teilte die EFK am Dienstag mit. So existierten alle mitfinanzierten Organisationen noch heute und seien in den damals unterstützten Themenbereichen tätig.
Die Projekte hätten sich aber nach dem Ausstieg der Schweiz unterschiedlich entwickelt. Es gebe eine grosse Spannweite zwischen «proaktiver Weiterführung und nahezu Stillstand». Den Schweizer Ausstieg selbst beschreibt der Bericht als beispielhaft. Die EFK weist darauf hin, dass Untersuchungen, die Jahre nach dem Abschluss von Projekten durchgeführt würden, eher selten sind. Die Messung und Bewertung nachhaltiger Aspekte erweise sich als komplex.
Die EFK empfiehlt besser verankerte Risikoeinschätzungen und gezielte Analysen nach Projektabschluss , wie es in der Mitteilung heisst. Damit könnte die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit möglicherweise verbessert werden. Im Jahr 2012 stellte der Bund 2,8 Milliarden Franken für bilaterale und multilaterale Projekte zur Verfügung. Davon beanspruchte die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) rund 1,65 Milliarden Franken.