Um den einzigen Ständeratssitz des Kantons Basel-Landschaft kommt es am 24. November definitiv zum Duell zwischen den Nationalrätinnen Maya Graf (Grüne) und Daniela Schneeberger (FDP). Weitere Kandidaturen wurden für die Stichwahl nicht gemeldet.
Meldeschluss für den zweiten Wahlgang war am Montag um 17 Uhr. Neben Graf und Schneeberger seien keine weiteren Kandidaturen gemeldet worden, hiess es wenige Minuten später bei der Landeskanzlei auf Anfrage. Damit steht bereits eines fest: Auf den zurücktretenden Baselbieter SP-Ständerat Claude Janiak (SP) folgt eine Frau.
SP und EVP für Graf
Im ersten Wahlgang am 20. Oktober hatten alle vier Kandidierenden das absolute Mehr von 38'496 Stimmen verfehlt, dies bei einer Stimmbeteiligung von 41,4 Prozent. Daniela Schneeberger erzielte mit 26'536 Stimmen das beste Resultat. Auf dem zweiten Platz folgte mit 22'986 Stimmen Maya Graf.
SP-Nationalrat Eric Nussbaumer lag mit 22'519 Stimmen auf dem dritten Platz. Elisabeth Augstburger (EVP) musste sich als Viertplatzierte mit 3209 Stimmen begnügen. Nussbaumer und Augstburger erklärten noch am Wahltag den Verzicht auf eine Beteiligung am zweiten Wahlgang. Inzwischen haben sowohl die SP wie die EVP Maya Graf ihre Unterstützung für die Stichwahl zugesichert. Daniela Schneeberger ihrerseits kann mit dem offiziellen Support von SVP und CVP rechnen.
Familieneigener Bio-Bauernhof
Ebenso spannend wie für die beiden Ständeratskandidatinnen selbst ist der Wahltermin vom 24. November für die beiden Nachrückenden. Wird Maya Graf in die kleine Kammer gewählt, kann Landrätin Florence Brenzikofer ihren Sitz im Nationalrat übernehmen. Macht Daniela Schneeberger das Rennen, kann Landrätin und Parteipräsidentin Saskia Schenker in den Nationalrat nachrücken.
Maya Graf gehört dem Nationalrat seit 2001 an. 2012/13 präsidierte sie als erste Grüne die grosse Kammer. Graf wirkt in der Hofgemeinschaft des familieneigenen Bio-Bauernhofs in Sissach BL mit und ist Co-Präsidentin von Hochstamm Suisse und Stiftungsrätin von Pro Specie Rara. Sehr stark engagiert hat sie sich auch jahrelang für eine gentechnikfreie Schweizer Landwirtschaft.
Daniela Schneeberger wurde 2011 in den Nationalrat gewählt.