Milch: Zulage nach Fett abstufen

Die Wirtschaftskommission des Nationalrates will bei der Verkäsungszulage eine Abstufung und einen Mindestpreis.

Die Wirtschaftskommission des Nationalrates will bei der Verkäsungszulage eine Abstufung und einen Mindestpreis.

Der Nationalrat hat letzte Woche drei Standesinitiativen aus den Kantonen Freiburg, Genf und Jura für eine Steuerung der Milchmenge überwiesen. Der Ständerat wollte von ihnen nichts wissen, er dürfte an seinem Nein festhalten – «der Ständerat hat uns noch nie geholfen», sagte Andreas Aebi (SVP, BE).

Doch die Wirtschaftskommission des Nationalrates hat als Alternative eine eigene Motion mit dem Titel «Stärkung der Wertschöpfung beim Käse» überwiesen. Diese verlangt, dass durch Anpassung von Verordnungen die Verkäsungszulage (heute 15 Rp./kg) nach dem Fettgehalt des Käses abgestuft wird. Das soll dem Problem entgegenwirken, dass in zunehmendem Masse Überschussmilch vorher entrahmt wird, bevor sie zu Viertelfettkäse verarbeitet wird. 

Auch soll die Auszahlung der Verkäsungszulage an Verarbeiter verweigert werden, falls durch das Unterschreiten von Mindestpreisen bei Milchproduzenten Preisdumping betrieben und so das Käseabkommen mit der EU unterlaufen wird. Über die Einhaltung der Mindestpreise (sogenannter «LTO+») soll Transparenz geschaffen werden.

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