Der Schweizer Obstverband und der Verband Schweizer Gemüseproduzenten lehnen die Mindestlohninitiative ab. Ein Mindestlohn von 22 Franken je Stunde gefährde die Zukunft der Obst- und Gemüseproduzenten.
Der Schweizer Obstverband und der Verband Schweizer Gemüseproduzenten bekämpfen die Mindestlohninitiative, über die am 18. Mai 2014 abgestimmt wird. Einen Stundenlohn von mindestens 22 Franken sei für die Betriebe nicht verkraftbar. Höhere Produktionskosten könnten nicht über Preiserhöhungen auf die Konsumenten überwälzt werden, heisst es in einer Mitteilung. Die Leidtragenden wären die Produzenten und viele Arbeitnehmer, die ihre Arbeitsstelle verlieren würden.
Das Aushandeln von branchenspezifischen Löhnen müsse Sache der Sozialpartner sein. Derzeit beträgt der Mindestlohn im Obst- und Gemüsebau 3‘200 Franken für ungelernte Mitarbeitende. Im Vergleich mit dem Ausland seien die hiesigen Löhne hoch, die Arbeitsbedingungen besser, die Arbeiter würden über Verträge verfügen. Ein Mindestlohn würde das ganze Lohngefüge durcheinander bringen und den Anreiz schmälern, eine Ausbildung zum Obst- und Gemüsefachmann zu absolvieren.