Nationalrat will Stopfleber-Import verbieten

sda/blu |

Der Nationalrat will ein Importverbot für Stopfleber. Er hat eine entsprechende Motion von Martin Haab (SVP/ZH) mit 119 zu 61 Stimmen bei 9 Enthaltungen angenommen. 

Der Vorstoss geht in den Ständerat. Nur noch in Ländern wie Frankreich, Ungarn oder Bulgarien sei die umstrittene Praxis noch üblich, sagte Haab.

Für die Produktion von Stopfleber würden junge männliche Gänse und Enten mehrmals täglich mit Metallrohren und Futter gestopft, bis ihre Leber krankhaft bis auf das zehnfache ihrer normalen Grösse anschwelle, und manchmal auch zerreisse. «Die gequälten Tiere erleiden dabei auch Flügelbrüche, schmerzhafte Wunden und oft durchlöcherte Hälse. Solches erfüllt den Tatbestand der Tierquälerei und ist daher in der Schweiz selbstverständlich unter Strafandrohung verboten», schreibt Haab.

Die Gänse und Enten erlitten durch das Stopfen enorme und unnötige Qualen. Es sei verwerflich, wenn die Schweiz der eigenen Landwirtschaft hohe Auflagen mache und die Produktion von Tierqualprodukten verbiete, aber solche Qualprodukte aus dem Ausland importiere. «Es ist an der Zeit, dass auch die Schweiz solch extrem leidvolle Produktion im Ausland nicht weiter fördert», fordert Haab.

Der Bundesrat hält nichts von einem Importverbot, arbeitet aber an einer obligatorischen Deklaration für ausländische Erzeugnisse, die nach Methoden produziert werden, die in der Schweiz verboten sind. Die Konsumentinnen und Konsumenten könnten sich so jederzeit über die Rahmenbedingungen der Herstellung informieren. Es sei sachgerechter, die transparente Deklaration sicherzustellen, damit die Konsumenten einen informierten Kaufentscheid treffen könnten.

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