Neue Initiative gegen Pestizide

Für die Initiative «für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» sind nach Angaben des Initiativkomitees genügend Unterschriften zusammengekommen. Das Volksbegehren sei erfolgreich abgeschlossen, teilte das Komitee am Mittwoch mit.

Für die Initiative «für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» sind nach Angaben des Initiativkomitees genügend Unterschriften zusammengekommen. Das Volksbegehren sei erfolgreich abgeschlossen, teilte das Komitee am Mittwoch mit.

Die Initiative soll am 25. Mai, kurz vor Ablauf der Sammelfrist, der Bundeskanzlei überreicht werden. Offiziell haben die Urheber der Initiative bis zum 29. Mai 2018 Zeit, die nötigen 100'000 Unterschriften einzureichen.

Die Initianten aus dem Kanton Neuenburg wollen den Einsatz synthetischer Pestizide in der landwirtschaftlichen Produktion, in der Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und in der Boden- und Landschaftspflege verbieten.

Verboten werden soll auch die Einfuhr von Lebensmitteln, die synthetische Pestizide enthalten oder mithilfe solcher Substanzen hergestellt worden sind. Die Initiative müsste innerhalb von zehn Jahren auf Gesetzesebene umgesetzt werden.

Das Komitee setzt sich aus sieben Personen aus der Region Neuenburg zusammen. Die Initianten gehören nach eigenen Angaben keiner politischen Partei an. Sie danken in ihrer Medienmitteilung «den über 140'000 Schweizerinnen und Schweizern», darunter auch vielen jungen Menschen, die sich für das Zustandekommen der Initiative engagiert hätten.

Bauernverband dagegen

Bereits eingereicht wurde die wesensverwandte Trinkwasser-Initiative. Sie verlangt, dass nur noch Landwirtschaftsbetriebe Subventionen erhalten, die auf den Einsatz von Pestiziden und vorbeugend verabreichte Antibiotika verzichten.

Der Bauernverband (SBV) lehnt beide Initiativen ab. Auch er wolle Pestizide bekämpfen, sagte er im vergangenen Sommer an einer Medienkonferenz zum Thema. Einen vollständigen Verzicht sieht der Verband jedoch kritisch. Ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln würden die Erträge in der Landwirtschaft um 20 bis 40 Prozent schrumpfen, warnte er.

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