Verteidigungsminister Guy Parmelin hat sich im Bundesrat dafür eingesetzt, dass Bauern auf dem Verkauf von Bauland keine Bundessteuer zahlen müssen. Dass er selber von dem Gesetz profitieren würde, teilte er seinen Ratskollegen nicht mit. Parmelin geriet in Kritik. Am Freitagabend kündigte er eine Verzichtserklärung an.
Am Abend teilte Parmelin der Nachrichtenagentur sda mit, er wolle auf die Gewinnbeteiligung verzichten, sollte sein Bruder das Grundstück dennoch verkaufen. Den Verzicht wolle er so bald wie möglich notariell beglaubigen lassen, er gelte zudem für den gesamten Verkauf und nicht nur den Weinberg.
Mit der Verzichtserklärung wolle er jeglichen Verdacht, dass er sich persönlich bereichern wolle, vom Tisch wischen. Parmelin erinnerte auch daran, dass er sich schon als Parlamentarier für die Gesetzesänderung stark gemacht habe. Die Praxisänderung habe zu dramatischen Fällen geführt. «Das Dossier lag mir am Herz», sagte er. Seine Haltung in der Frage sei also ohnehin bekannt gewesen.