Rösti im Uvek als Chance

Auf den ersten Blick könne man sagen, die Linke habe bei der Departementsverteilung verloren, da Albert Rösti das Umweltdepartement übernehme sagte Politologe Michael Hermann auf Anfrage. Dies könne aber auch eine Chance sein.

Die Energiewende in Schweiz sei bisher weniger an der Politik gescheitert als an der Stimmbevölkerung. Darum könne man sich nun täuschen, und Rösti als Vorsteher könnte Bürgerliche vom Thema überzeugen und eine Mehrheit schaffen, denn Vorgängerin Simonetta Sommaruga habe immer einen Gegenwind von rechts gespürt, sagte Hermann am Donnerstag. Die Energiethematik habe sich zudem geöffnet, so sei zum Beispiel Solarenergie nicht mehr nur «grüne Spinnerei», sondern eine Möglichkeit für Energieautonomie.

Zu Elisabeth Baume-Schneider als Vorsteherin des Justiz- und Polizeidepartements sagte Hermann, auch ihre Mitstreiterin Eva Herzog wäre dort gelandet. Es sei ein schwieriges Departement für die Linke. Doch er habe das Gefühl, Herzog wäre die einfachere Anti-Figur gewesen, als die bodenständige Baume-Schneider. Die Übernahme des EJPD durch die SP könne so einen anderen Effekt haben, als gedacht.

Dass Alain Berset offensichtlich nicht wechseln durfte, könnte zur Folge haben, dass er nicht mehr allzu lange bleibe. Es könnte schon bald eine neue Konstellation im Bundesrat geben, so der Politologe weiter.

Karin Keller-Sutter ihrerseits sei Allrounderin und begabte Politikerin und werde ihr neues Amt im Finanzdepartement «sicher gut meistern». Als Bürgerliche stehe sie auf der Linie ihres Vorgängers Ueli Maurer und stehe für pragmatische Politik. Schliesslich herrsche nun im Bundesrat eine rechte Mehrheit. Entscheidend sei zudem, welche Person die FDP vertrete, auch dies habe einen Einfluss.

Kommentare (5)

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  • Beat Furrer | 12.12.2022
    "Solarenergie nicht mehr nur «grüne Spinnerei": Doch!
    In der Schweiz sind heute etwa 5 GW (weitere 25 GW sollen in Zukunft dazukommen) an Solaranlagen installiert; Diese 30 GW erzeugen 25 TWh UNBESTÄNDIGEN Strom im Jahr, davon im Sommer 17,5 TWh, im Winter 7,5 TWh. Diese 1,25 Millionen Solaranlagen à 20 KW kosten etwa 50 Mia. Franken. ... (aus René Zeyer, Weltwoche, Energiepolitik für Einsteiger)
    Alles zu teuer, zu unsicher zu viel Elektroschrott, …
  • Beat Furrer | 11.12.2022
    Nein, alles sehr gut begründet, im Gegensatz zu Ihren Beleidigungen, die in der Hypnose, der Sie durch den Konsum der Massenmedien ausgesetzt sind.
    Leider zensiert der Schweizer Bauer extrem. Daher werden vernünftige Ansichten als Aussenseitermeinungen taxiert. Eine wirkliche Diskussion wird verhindert.
  • Beat Furrer | 09.12.2022
    Panik und Lügen, die in die Welt gesetzt wurden ("Klima muss geschützt werden", "Atomkraft ist abzulehnen", "Erdöl ist fossil", "CO2 verursacht Erhitzung des Klimas", "Solar- und Windkraft sind valable Energieerzeuger") sind schlechte Ratgeber für eine zukunftsfähige Politik.
    Der Politikanalytiker Hermann glaubt, dass weitere Lügen (diesmal von Seiten von A. Rösti), die "Energiewende" voranbringen würden. Rückkehr zur Vernunft, Verhältnismässigkeit und Abkehr von der "Energiewende" tut not!
    • Andreas Widmer | 11.12.2022
      @beat furrer
      Sie leben wohl in einer Blase und verkennen jegliche Tatsachen oder wollen die Realität nicht wahrhaben. Was sie als Vernunft und Verhältnismässigkeit bezeichnen, ist wohl eher als egoistische Kurzsichtigkeit zu bezeichnen.
      • Beat Furrer | 12.12.2022
        Wer lebt hier in einer Blase? Die, die den Narrativen von Medien und Politik gedankenlos glauben und folgen. Von welchen Tatsachen und von welcher Realität reden Sie. Von der Tatsache, dass wir mit der Energiewende unnötigerweise das Stromnetz destabilisieren und darauf angewiesen sind, zwei Systeme aufrechtzuerhalten? Nämlich das System der grundlastfähigen Stromerzeugung und das System der nicht-grundlastfähigen Stromerzeugung (Wind, Solar). Siehe Vorträge von Hans-Werner Sinn!

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