
Sandra Helfenstein wird stellvertretenden Direktorin des Schweizer Bauernverbands und Loïc Bardet wird zum Vize-Direktor ernannt.
zvg
An seiner zweitägigen Sommersitzung hat der Vorstand des Schweizer Bauernverbands (SBV) personelle Entscheidungen getroffen. Die bisherige Leiterin Kommunikation & Marketing, Sandra Helfenstein, wurde zur stellvertretenden Direktorin gewählt, teilt der SBV mit.
Ergänzend wurde Loïc Bardet, Leiter Wirtschaft, Bildung & Internationales zum Vize-Direktor ernannt. Der Titel Vize-Direktor sei ein Zeichen gegenüber der Westschweiz und unterstreiche die offizielle Position von Loïc Bardet als erster Ansprechpartner für die französischsprechenden Landwirtinnen und Landwirte.
Für ihn gehts zurück in den Jura
Sandra Helfenstein übernimmt die Nachfolge von Michel Darbellay als stellvertretende Direktorin des Schweizer Bauernverbands. Damit wird sie künftig Direktor Martin Rufer unterstützen und ihn bei Bedarf vertreten. Darbellay verlässt den SBV nach mehreren Jahren in dieser Funktion und wechselt in den Kanton Jura. Dort hat ihn die jurassische Regierung zum Leiter des Amts für ländliche Wirtschaft (Service de l’économie rurale) ernannt. Der 44-jährige Agraringenieur tritt seine neue Stelle am 1. September an.
Helfenstein ist seit mehreren Jahren beim Schweizer Bauernverband (SBV) tätig und leitete bisher das Departement Kommunikation & Marketing. In dieser Funktion verantwortete sie die strategische und operative Kommunikation des Dachverbands der Schweizer Landwirtschaft sowie den Bereich Medien und Kampagnen. Sie war zudem Ansprechpartnerin für Medienschaffende.
Trockenheit verursacht grosse Schäden
Neben den personellen Veränderungen beschäftigte sich der Vorstand intensiv mit der aktuellen Trockenheit und deren Folgen für die Landwirtschaft. Der SBV geht bei den Hauptkulturen im Pflanzen- und Futterbau schweizweit von Ausfällen von mindestens einer halben Milliarde Franken aus. Hinzu kommen zusätzliche Kosten für Futterzukäufe, Bewässerung und einen erhöhten Arbeitsaufwand.
Der Verband will die wirtschaftlichen Verluste über bessere Produzentenpreise abfedern, heisst es in der Mitteilung. Gemeinsam mit den betroffenen Fachorganisationen wurde das weitere Vorgehen koordiniert. Diese sollen nun in ihren Branchenorganisationen entsprechende Preisanpassungen gegenüber Handel und Marktpartnern einfordern.
Unterstützung für Betriebe in Not
Der SBV befasste sich zudem mit möglichen Hilfen für Betriebe, die wegen der Trockenheit in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Bereits heute können zinsfreie Betriebshilfedarlehen beantragt werden. Zudem laufen Gespräche mit Bund und Kantonen über eine Verschiebung von Darlehensrückzahlungen sowie eine frühere Auszahlung der Direktzahlungen.
Für betroffene Alp- und Sömmerungsbetriebe besteht ausserdem die Möglichkeit, Unterstützung aus dem Fonds Suisse zu erhalten. Der Bauernverband prüft weitere Massnahmen, um Betriebe in schwierigen finanziellen Situationen zu unterstützen, heisst es in der Mitteilung.