Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerates (WAK-S) verabschiedete am Freitag einen Gegenvorschlag zur Volksinitiative für Ernährungssicherheit des Schweizer Bauernverbandes (SBV). Der SBV zeigt sich in einer Mitteilung darüber erfreut, dass die WAK-S die Ernährungssicherheit ebenfalls auf Verfassungsstufe verankern wolle und nimmt nun die gründliche Prüfung des Gegenvorschlages in Angriff.
«Mit der Verabschiedung eines Gegenvorschlages zur Volksinitiative für Ernährungssicherheit des SBV anerkennt auch die WAK-S - wie schon der Bundesrat und der Nationalrat zuvor - dass die Verankerung der Ernährungssicherheit auf Verfassungsstufe notwendig ist, die Initianten sind darüber erfreut», schreibt der SBV. Für eine Zustimmung zu einem direkten Gegenvorschlag müsse aber sichergestellt sein, dass die Kernanliegen der Initiative enthalten seien.
Die rekordverdächtige Unterschriftensammlung für die Initiative für Ernährungssicherheit sowie die wertvolle Unterstützung von wichtigen Persönlichkeiten aus verschiedensten Bereichen würden zeigen, dass die Verankerung der Ernährungssicherheit auf Verfassungsstufe von sehr breiten Kreisen mitgetragen werde. Aus diesem Grund bleibe der Fokus des SBV vorerst auf ihrer eigenen Initiative. «Die Anzahl Menschen wächst nicht nur weltweit sondern auch in der Schweiz, dabei sind die lebensnotwendige Ressourcen wie Boden und Wasser begrenzt oder zum Teil sogar schon knapp.
Die Weichen müssen bereits heute richtig gestellt werden, damit auch die nächsten Generationen genügend gesundes Essen zur Verfügung haben», wird argumentiert. Mit seiner Initiative unterbreite der SBV eine hervorragende und breit getragene Ergänzung der Verfassung, welche nicht nur der einheimischen Landwirtschaft, vor allem auch jungen Bauernfamilien, wieder eine Perspektive verschaffe, sondern auch für die Schweizer Bevölkerung von Nutzen sei.