Künstliches Licht in der Umwelt hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Das stört nicht nur nachtaktive Tiere, sondern beeinträchtigt auch das Wohlbefinden von Menschen. Der Bundesrat möchte die zunehmenden Lichtemissionen in den Griff bekommen.
Um 70 Prozent haben diese in den letzten 20 Jahren zugenommen, wie es in einem am Mittwoch verabschiedeten Postulatsbericht heisst. Zugvögel verlieren dadurch die Orientierung, Insekten verbrennen an Lichtquellen, Menschen leiden an Schlafstörungen. Besserung erhofft sich der Bundesrat von Licht emittierenden Dioden (LED), die sich gezielter ausrichten und besser dimmen lassen als herkömmliche Lichtquellen.
In dem Postulatsbericht schlägt er ausserdem vor, die Natur- und Heimatschutzverordnung um eine Schutzbestimmung für Arten und Lebensräumen vor künstlichem Licht zu ergänzen. Zudem sollen Richtwerte zur Beurteilung der Schädlichkeit und Belästigung vor künstlichem Licht für Menschen erarbeitet werden.