Schweiz und Deutschland wollen Hochrhein ökologisch aufwerten

Im Hochrhein zwischen Stein am Rhein und Basel sollen Fische und Kleintiere wieder mehr Lebensraum erhalten: Fachleute aus der Schweiz und Deutschland haben darum einen Masterplan erarbeitet, wie das Bundesamt für Energie (BFE) in Bern am Montag mitteilte.

sda |

Im Hochrhein zwischen Stein am Rhein und Basel sollen Fische und Kleintiere wieder mehr Lebensraum erhalten: Fachleute aus der Schweiz und Deutschland haben darum einen Masterplan erarbeitet, wie das Bundesamt für Energie (BFE) in Bern am Montag mitteilte.

Mehrere Fischarten sind in den letzten Jahrzehnten aus dem Hochrhein verschwunden. Heute gibt es laut BFE-Communiqué noch 31 Fischarten im Hochrhein, die sich unter anderem von Kleintieren ernähren, die in den Hohlräumen der Sohle des Flusses leben.

Fischarten wie Äsche, Bachforelle oder Barbe brauchen für ihre Fortpflanzung ebenfalls eine lockere Kiessohle. Eine solche gibt es wegen der fehlenden Geschiebezufuhr aus den Zuflüssen immer weniger im Hochrhein. Weil der Fluss zwischen Bodensee und Basel insgesamt elfmal eingestaut ist, ist der Geschiebetransport ebenfalls gering.

Der nun erarbeitete Masterplan zeigt auf, in welchen Abschnitten des Hochrheins der Lebensraum für Fische und Kleintiere verbessert werden kann, indem der Geschiebebetrieb im Fluss reaktiviert wird.

Erwähnt sind im Communiqué künstliche Kieszugaben, das Zulassen von Seitenerosion, Geschiebefallen und temporäres Absinken des Wasserspiegels bei Krafwerken. Die Renaturierungen sind im Masterplan priorisiert aufgrund des Nutzens und der Kosten und in vier Szenarien mit jeweils mehreren Massnahmen aufgesplittet.

Die Umsetzung der vorgeschlagenen Massnahmen, für deren Teilkosten Geld reserviert sei, werde nun von den Behörden beider Länder, den Betreibern der Kraftwerke und den Umweltverbänden an die Hand genommen, sagte Bernhard Hohl, stellvertretender Leiter der Sektion Wasserkraft beim BFE, am Montag zur Nachrichtenagentur sda.

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