Für den Präsidenten der Kleinbauern-Vereinigung (VKMB), Kilian Baumann, ist der Ausgang der Abstimmungen über die beiden Landwirtschaftsinitiativen absehbar gewesen. Die Initiativen hätten den Finger auf wunde Punkte in der Schweizer Landwirtschaft gelegt.
Der Nationalrat der Grünen (BE) erklärte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass es nicht das Ziel der Initiativen gewesen sei, der Landwirtschaft zu schaden. Im Abstimmungskampf mit einem David-gegen-Goliath-Szenario habe dies aber offenbar zu wenig kommuniziert werden können. Die Gegenkampagne der Agrarkonzerne sei zu stark gewesen.
Schweizer Bauern im Hamsterrad
Die Kleinbauern-Vereinigung hatte sich wie die Grüne Partei für die Pestizidinitiative ausgesprochen. Die Grüne Partei sei voll hinter der Initiative gestanden, sagte Baumann. Der Partei sei klar, dass es nicht nur eine grosse Klimakrise, sondern auch eine grosse Biodiversivitätskrise gebe.
Laut Baumann sind die Schweizer Bauern in einem Hamsterrad. Sie müssten – zum Teil auch mit dem Einsatz von Pestiziden – immer mehr produzieren , um ihr Einkommen zu sichern. Von Gegnern und Befürwortern der Initiativen sei erkannt worden, dass künftig weniger Pestizide eingesetzt werden müssten.
Im Abstimmungskampf sei Bauern Angst gemacht worden über die Folgen der Initiativen und sie seien aufgehetzt worden, sagte Baumann. Die persönlichen Angriffe gegen ihn und seine Familie seien stark gewesen. Er hoffe, dass sich die Wogen jetzt wieder glätten würden.
«Gegner sind in der Pflicht»
Baumann sagte gegenüber schweizerbauer.ch, man sei sich bewusst gewesen, dass einen grossen Widerstand vonseiten der Agrarkonzerne geben werde. «Diese Kreise wollen nicht, dass die Bauern ökologischer werden», sagt der Präsident der Kleinbauern-Vereinigung zu schweizerbauer.ch. Deshalb sei absehbar gewesen, dass es einen «krassen Widerstand geben wird».
Baumann zeigte sich jedoch schon ein wenig erstaunt über das wuchtige Nein: «Es ist schon überraschend, dass die Initianten von den Gegnern mit deren Kampagne so überrollt wurden.» Doch er blickt bereits in die Zukunft. Beide Seiten seien sich im Parlament einig gewesen, dass der Einsatz von Pestiziden gesenkt werden. Beim Weg sei man noch einig. Baumann sieht nun die Gegner der Initiativen in der Pflicht. «Sie müssen nun das Pestizidgesetz unterstützen, um die Risiken bei den Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren. Das würde viel zur Entspannung der Situation beitragen», sagt Baumann zu schweizerbauer.ch.

Wäre die TWI angenommen worden, wären die Preise für Bio-Produkte gesunken und der Marktanteil wäre stark angestiegen.
BioSuisse ist das Problem, nicht die Stimmbürger!!
Die Landwirte habe vorbildlich gegen diese Anschläge der Linken zusammengehalten. Gratulation an alle, die für die richtige Seite gekämpft haben (5 x NEIN).
Bio Suisse hat die Pestizidinitiative unterstützt.
Dass die TWI abgelehnt wurde, kann nicht Bio Suisse angehängt werden. Die ideologisch naiven Formulierungen in der TWI haben zur Ablehnung geführt. Die Berater von Frau Herren wollten wohl ein Nein.
Sie schreiben es geht um eine Preissenkung für die Produkte der hart arbeitenden Landwirte!!!
Geiz ist geil und umweltfreundlich.....
Ich glaube Sie sind kein alter Bauer.
Wer's glaubt zahlt einen Taler...