Schweizer Früchte sichern: Obstverband fordert Taten

Hitze, Trockenheit, knappe Wasserressourcen und schwere Hagelschäden belasten den Schweizer Obstbau derzeit massiv. Um die Versorgung mit Schweizer Früchten langfristig zu sichern, stellt der Schweizer Obstverband nun konkrete Forderungen an Politik und Märkte.

pd/ome |

Die Wetterextreme der vergangenen Wochen stellen den Schweizer Obstbau vor grosse Herausforderungen. Wie der Schweizer Obstverband (SOV) mitteilt, setzt die langanhaltende Trockenheit den Kulturen zu und erschwert die Produktion. Zusätzlich verschärft wurde die Situation durch einen starken Hagelzug Ende August, der in mehreren Anbaugebieten erhebliche Schäden an den Früchten verursacht hat.

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Nur mit verlässlichen Rahmenbedingungen und fairen Marktbedingungen könne die langfristige Versorgung der Schweiz mit einheimischen Früchten sichergestellt werden, so der SOV. Der Verband fordert deshalb Politik, Behörden und alle Akteure der Wertschöpfungskette auf, Verantwortung zu übernehmen.

Wirtschaftlicher Druck nimmt zu

Für die Obstbaubetriebe treffen die Wetterextreme auf eine Zeit steigender Produktionskosten. Bewässerungsmassnahmen, Investitionen in Schutzvorrichtungen und ein höherer Arbeitsaufwand erfordern zusätzliche finanzielle Mittel. Gleichzeitig erwartet der Markt qualitativ hochwertige und nachhaltig produzierte Schweizer Früchte, so der SOV. Damit diese Leistungen auch künftig erbracht werden können, braucht es laut SOV eine faire Preisgestaltung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Der Schweizer Obstverband betont, dass die besonderen Anforderungen an die Produktion und der damit verbundene Mehraufwand bei der Preisgestaltung berücksichtigt werden müssen. «Wer hochwertige Schweizer Früchte produziert und gleichzeitig die Folgen von Wetterextremen bewältigt, darf nicht zusätzlich durch Tiefpreisstrategien unter Druck geraten», sagt Jimmy Mariéthoz, Direktor des Schweizer Obstverbands.

Forderungen an Politik und Behörden

Der Schweizer Obstverband fordert von Politik und Behörden verlässliche Rahmenbedingungen, damit sich die Betriebe besser an die Folgen des Klimawandels anpassen können. Dazu gehören laut SOV insbesondere:

  • einfache Bewilligungsverfahren für Schutzvorrichtungen gegen Wetterextreme
  • Förderung von Wasserrückhaltebecken
  • Bewässerungs- und Witterungsschutzinfrastrukturen
  • wirksame Pflanzenschutzmassnahmen
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