Schweizer wird neuer Vize des UNO-Fonds für Agrar-Entwicklung

Botschafter Michel Mordasini, gegenwärtig DEZA-Vizedirektor, ist zum Vizepräsidenten des Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) ernannt worden. Die Wahl wurde am Montag vom Präsidenten der IFAD, Kanayo F. Nwanze, in Rom mitgeteilt, wie das EDA bekannt gab.

Botschafter Michel Mordasini, gegenwärtig DEZA-Vizedirektor, ist zum Vizepräsidenten des Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) ernannt worden. Die Wahl wurde am Montag vom Präsidenten der IFAD, Kanayo F. Nwanze, in Rom mitgeteilt, wie das EDA bekannt gab.

Die IFAD ist eine Sonderorganisation der UNO mit Sitz in Rom und fungiert als internationale Finanzinstitution. Sie bildet zusammen mit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) und dem Welternährungsprogramm (WFP) den Fachbereich für Ernährung und Landwirtschaft der UNO. 

Eine Milliarde wird investiert

Die IFAD wurde 1977 gegründet und umfasst heute 172 Mitglieder. Sie investiert jedes Jahr gut eine Milliarde Franken in Form von Spenden und zinsgünstigen Darlehen in Projekte zur Förderung der landwirtschaftlichen Entwicklung und der Ernährungssicherheit. Die IFAD setzt sich vor allem für die Bekämpfung der ländlichen Armut und des Hungers ein, indem sie Eigeninitiativen von Kleinbauern unterstützt, deren Zugang zu Produktionsfaktoren und Märkten fördert und auf die nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen hinwirkt. 

Der Vizepräsident ist der stellvertretende Leiter der Exekutive der IFAD. Er berät den Präsidenten bei der strategischen Ausrichtung der Organisation und präsidiert den operativen Ausschuss (Operational Management Committee), der die Umsetzung der Politik und des Tätigkeitsprogramms der IFAD beaufsichtigt. Er ist verantwortlich für das Budget und den Personaleinsatz. 

Schweiz verstärkt Präsenz 

Mit dieser Ernennung verstärkt die Schweiz laut dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) ihre Präsenz in den Leitungsgremien des UNO-Systems und der IFAD. Die Schweiz hat 28,5 Millionen Franken zur neunten Wiederauffüllung des Fonds (2013-2015) beigetragen. Gegenwärtig ist sie Mitglied des Verwaltungsrats der IFAD. 

Botschafter Mordasini hat gemäss EDA über 30 Jahre Erfahrung in der bilateralen und multilateralen Entwicklungszusammenarbeit. Vor seiner Beförderung in die Führungsspitze der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) im Mai 2011 vertrat er die Schweiz im Verwaltungsrat der Weltbank. Davor hatte er für das SECO, die DEZA und das IKRK gearbeitet und verbrachte unter anderem 14 Jahre in Afrika, im Nahen Osten und in Südasien.

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