Die SVP gewinnt im Kanton St. Gallen einen fünften Sitz. Verlierer der Wahlen sind Grüne und GLP. Bei den Ständeratswahlen kommt es zu einem zweiten Wahlgang. Karin Keller-Sutter (FDP) verteidigte ihren Sitz problemlos. Bestätigt im Nationalrat wurden die vier Bauernvertreter Toni Brunner (SVP), Markus Ritter (CVP), Jakob Büchler (CVP) und Walter Müller (FDP).
Nach der Bekanntgabe des Resultats gab es bei den beiden bisherigen St. Galler Ständeräten Karin Keller-Sutter und Paul Rechsteiner zufriedene Gesichter: Die FDP-Politikerin war im ersten Wahlgang gewählt worden und Paul Rechsteiner hatte ein gute Ausgangslage für den zweiten Wahlgang erreicht.
Müller bereits nominiert
Rechsteiner erhielt 62'944 Stimmen, während sein Herausforderer von der SVP, Thomas Müller, auf 50'629 Stimmen kam. Beide verpassten das absolute Mehr von 76'367 Stimmen klar. Die Wahlbeteiligung betrug 49,4 Prozent. Um den zweiten Sitz kommt es am 15. November zum zweiten Wahlgang.
Die Parteien haben nun bis zum 23. Oktober Zeit, ihre Wahlvorschläge für den zweiten Wahlgang einzureichen. Der Kantonalvorstand der SVP hat bereits am Sonntagabend an der Wahlfeier Thomas Müller einstimmig nominiert, wie es in einer Mitteilung heisst. Am Montag werde die CVP nun zuerst die neue Ausgangslage analysieren, erklärte der neugewählte CVP-Nationalrat Thomas Ammann gegenüber der sda und liess damit noch offen, ob er nochmals antreten wird.
Drei Neue im Nationalrat
Der Kanton St. Gallen schickt mit Marcel Dobler (FDP), Barbara Keller-Inhelder (SVP) und Thomas Ammann (CVP) drei Neue nach Bern. Sie ersetzen die abtretende Lucrezia Meier-Schatz (CVP) und die beiden Wahlverliererinnen Yvonne Gilli (Grüne) und Margrit Kessler (GLP).
Die SVP hat einen fünften Nationalratssitz gewonnen. Wiedergewählt wurden Toni Brunner, Lukas Reimann, Thomas Müller und Roland Rino Büchel. Neu gewählt ist Kantonsrätin Barbara Keller-Inhelder. Die SVP konnte ihren Stimmenanteil von 31,5 auf 35,8 Prozent steigen. Damit hat die Partei wieder ihr bisheriges Rekordniveau von 2007 erreicht. Damals schaffte sie ebenfalls 35,8 Prozent.
Grösste Verluste bei CVP
Am anderen Ende des politischen Spektrums musste die SP leichte Verluste hinnehmen: Ihr Stimmenanteil sank von 16,7 auf 14,2 Prozent. Die Sozialdemokraten konnten ihre beiden Sitze von Barbara Gysi und Claudia Friedl halten. Die FDP verbessert sich um 2 Prozent auf 14,3 Prozent. Neben dem bisherigen, Gemüseproduzent Walter Müller, reichte das für einen zweiten Sitz durch den Unternehmer Marcel Dobler.
Die grössten Verluste musste die CVP hinnehmen. Sie verlor Stimmanteile in der Höhe von 3,7 Prozent und liegt nun noch bei 16,6 Prozent. Dank der Listenverbindung mit der BDP konnte die Partei aber ihre drei Sitze halten. Bei der CVP ersetzt Thomas Ammann die zurückgetretene Lucrezia Meier-Schatz. Wiedergewählt wurden die beiden Landwirte Markus Ritter und Jakob Büchler.
Damit setzt sich die St. Galler Nationalratsdelegation folgendermassen zusammen: SVP fünf Sitze; CVP drei Sitze, FDP und SP je zwei Sitze.