SMP wollen Milchzulagen verteidigen

Der Vorstand der Schweizer Milchproduzenten (SMP) hat sich mit der Agrarpolitik 2022 befasst. Der Verband sieht einige gute Ansätze. Klar abgelehnt wird die in der Vernehmlassung vorgeschlagene Senkung der Verkäsungszulage.

Der Vorstand der Schweizer Milchproduzenten (SMP) hat sich mit der Agrarpolitik 2022 befasst. Der Verband sieht einige gute Ansätze. Klar abgelehnt wird die in der Vernehmlassung vorgeschlagene Senkung der Verkäsungszulage.

Mitte November hat der Bundesrat hat die Agrarpolitik (AP22+) in die Vernehmlassung geschickt. Dazu äussert sich nun auch der Dachverband der Milchproduzenten. 

Dieser sieht einige positive Ansätze. Die Schweizer Milchproduzenten (SMP) nennen in diesem Zusammenhang den konstanten Finanzrahmen in der Höhe von 13.9 Milliarden Franken. Genannt wird auch das «Engagement» für bestehende und neue Produktionssystembeiträge. Erfreut sind die SMP auch über die Signale zur Unterstützung des «Grünen Teppichs» in der Milchbranche. Erfreut ist der Verband auch über den Transfer des Dossiers Milchprüfung zum Bundesamt für Landwirtschaft.

Doch die SMP nennen auch Kritikpunkte. Die Arbeitsleistung bei den Direktzahlungen sei gegenüber den Flächen höher zu gewichten, heisst es in der Mitteilung. Wichtig sind für die SMP insbesondere die Milchzulagen. Diese sollen verteidigt werden. Die angedachten Veränderungen der Verwaltung haben aus der Sicht der SMP sehr unterschiedliche Auswirkungen auf den Markt und die Produzenten. Die Betrachtung fällt deshalb differenziert aus.

Die Senkung der Verkäsungszulage: Das ist für die SMP eine rote Linie, befürchtet wird ein flächendeckender Druck auf die Molkereimilchpreise. Die Verkäsungszulage sei ursprünglich als Kompensation für den weggefallenen tarifären Grenzschutz bei der Einführung des EU-Käsefreihandels eingeführt worden. «Der SMP-Vorstand weist dieses Ansinnen dezidiert zurück», heisst es in der Mitteilung.

Siloverzichts- und die Verkäsungszulage: Mit der AP 2022 soll die Möglichkeit geschaffen werden, diese an die Produzenten auszuzahlen. Die SMP stehen hinter diesem Vorschlag. Dies führe zu einer verbesserten Transparenz.

Erhöhung der Siloverzichtszulage: Hier stimmen die SMP nur zu, wenn die zusätzlichen finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. Zudem dürfe diese Zulage weiterhin nur für die effektiv verkäste Milch ausbezahlt werden. «Wenn diese Zulage jedoch unabhängig von der Verwertung ausbezahlt wird, entstehen unter Umständen sehr marktfremde und kontraproduktive Anreize auf dem Milchmarkt», warnen die SMP.

Die endgültige Stellungnahme soll im Januar 2019 verabschiedet werden.

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