Solarwärme-Anlagen: BR will keine zusätzlichen Anreize

Das Potenzial der Sonnenenergie wird in der Schweiz im Vergleich zu den Nachbarländern noch wenig genutzt, sowohl für Strom als auch für Wärme. Dies hält der Bundesrat in einem Bericht fest. Er will aber keine zusätzlichen Anreize für thermische Solaranlagen schaffen.

sda |

Das Potenzial der Sonnenenergie wird in der Schweiz im Vergleich zu den Nachbarländern noch wenig genutzt, sowohl für Strom als auch für Wärme. Dies hält der Bundesrat in einem Bericht fest. Er will aber keine zusätzlichen Anreize für thermische Solaranlagen schaffen.

Mit dem am Mittwoch veröffentlichen Bericht erfüllt der Bundesrat einen Auftrag des Parlaments, Anreize für den Bau von Solarwärme-Anlagen zu prüfen. Ausgangspunkt der Postulate aus den Reihen der SVP und der BDP war die Befürchtung, dass Photovoltaik-Anlagen, die mit der Kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) gefördert werden, Solarwärme-Anlagen verhindern. Die thermischen Anlagen seien effizienter, heisst es in den Vorstössen.

Der Bundesrat stellt das jedoch in Abrede. Werde die unterschiedliche Wertigkeit von Strom und Wärme berücksichtigt, so verfügten Photovoltaik-Anlagen nicht nur aus ökonomischer, sondern auch aus energetischer Sicht oft über eine bessere Effizienz, hält er im Bericht fest. Deshalb sei es nicht gerechtfertigt, Solarwärme-Anlagen Marktvorteile zu verschaffen. Ausserdem gebe es bereits eine Palette von Anreizinstrumenten auf Kantons- und Gemeindeebene. Und der Bund beteilige sich durch Globalbeiträge an die kantonalen Förderprogramme indirekt an der Förderung.

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