Der Bundesrat muss gemeinsam mit den Kantonen dafür sorgen, dass die Dächer auf allen Neubauten auf der geeigneten Seite mit Sonnenpaneelen statt mit herkömmlichen Ziegeln gedeckt werden.
Der Nationalrat hat in diesem Sinne eine Motion von Jacques Bourgeois (FDP/FR) mit 191 zu 1 Stimme bei 2 Enthaltungen angenommen.
Längerfristig soll die Elektrizität aus den Kernkraftanlagen durch Elektrizität aus erneuerbaren Energien, allen voran der Wasserkraft, ersetzt werden, schreibt der ehemalige Direktor der Bauernverbandes in seiner Motion. Laut Schätzungen der Energiepolitik sollte die Fotovoltaik bis 2050 11 Terawattstunden oder 18 Prozent des heutigen Verbrauchs liefern. Derzeit würden erst 3 Prozent aus dieser Quelle stammen.
Um dieses Ziel zu erreichen, will Bourgeois den Bundesrat beauftragen, gemeinsam mit den Kantonen die rechtlichen Grundlagen so anzupassen, dass die dafür geeigneten Dächer aller Neubauten mit Sonnenpaneelen statt mit herkömmlichen Ziegeln gedeckt werden können. «Die Eigentümerinnen und Eigentümer sollen dabei keine finanziellen Nachteile erfahren. Darum müssen die Kosten, die durch die Installation der Sonnenpaneele entstehen, steuerlich abgezogen werden können wie alle anderen energetischen Renovationen», fordert der Freiburger.
Der Bundesrat werde sich «im Rahmen seiner Kompetenzen» dafür einsetzen, versprach Umweltministerin Simonetta Sommaruga. Die Hoheit in diesem Bereich liege nämlich bei den Kantonen. Auch bei der verlangten steuerlichen Privilegierung von Solaranlagen auf Neubauten müsse man genau hinschauen, um eine rechtsungleiche Behandlung mit anderen Umweltschutzmassnahmen zu verhindern. Das Geschäft geht an den Ständerat.

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