Die Delegierten der SP Schweiz haben am Samstag in Castione TI entschieden, eine Urabstimmung unter allen Parteimitgliedern zur Altersvorsorge 2020 durchzuführen. Nun haben die Mitglieder bis Ende April Zeit, sich zu entscheiden.
Bei der Abstimmung zur Urabstimmung gab es in Castione nur vereinzelte Gegenstimmen. Kritisiert wurde beispielsweise, dass eine Urabstimmung nur eine Art «Selbstbespiegelung» darstelle. Ein Vertreter der JUSO sagte dagegen, dass es sich keineswegs um einen «Marketinggag» handele, sondern um ein klares Zeichen, dass die SP die «basisdemokratischste Partei» der Schweiz sei.
Die rund 31'000 Sozialdemokratinnen und -demokraten sind nun aufgerufen, sich bis Ende April zur Rentenreform zu äussern. Sie werden dafür Stimmzettel per Post zugeschickt bekommen. Am 30. April soll dann das Ergebnis bekanntgegeben werden. In der Geschichte der SP ist es erst das dritte Mal, dass auf die Urabstimmung zurückgegriffen wird.
In Zukunft sei vorgesehen, dass bei grossen Geschäften ein Mal pro Legislatur eine Urabstimmung durchgeführt werde, sagte SP-Sprecher Michael Sorg auf Anfrage.