Der Vorstand des St. Galler Bauernverbandes fasst zur Initiative der Masseneinwanderung von kommendem Februar keine Parole.
Der Vorstand des St. Galler Bauernverbandes (SGBV) habe aufgrund der Nachfrage der Medien und verschiedener politischer Kreise seine Haltung und das Vorgehen zur Initiative über die Masseneinwanderung nochmals überprüft, heisst es in einer Medienmitteilung. Diese Initiative wird vom Vorstand des Bauernverbandes nicht als Landwirtschaftsvorlage, sondern als Ausländervorlage betrachtet.
Aus diesem Grund hat der Vorstand entschieden, bei der Initiative zur Masseneinwanderung, welche im kommenden Februar zur Abstimmung kommt, keine Parole zu fassen. Er wird dies dem Landwirtschaftsrat so beantragen. Zuständig für eine Parolenfassung ist beim St. Galler Bauernverband gemäss Statuten jeweils der 40-köpfige Landwirtschaftsrat.
Der St. Galler Bauernverband hat in der Vergangenheit immer dann eine Parole gefasst, wenn es sich um Vorlagen mit sehr direkten Auswirkungen auf die Landwirtschaft handelte. Letztmals fasste der SGBV im vergangenen März zur Teilrevision des Raumplanungsgesetzes eine Abstimmungsempfehlung.