Marco Chiesa soll SVP-Präsident werden. Das empfiehlt der Partei-Vorstand einstimmig nach seinem Treffen am Freitag in Brugg-Windisch im Kanton Aargau.
Die Delegierten der SVP Schweiz wählen dort an diesem Samstag den neuen Parteipräsidenten. Der Tessiner Ständerat Chiesa ist der einzige bisher vorgeschlagene Kandidat für die Nachfolge von Albert Rösti.
Chiesa wurde im Frühjahr 2018 zusammen mit der Bündner SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher ins Vizepräsidium der SVP gewählt. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern und hat ein Studium in Betriebswirtschaft an der Universität in Freiburg abgeschlossen. Chiesa spricht demnach fliessend italienisch, französisch sowie gut deutsch.
Würde der 45-jährige Tessiner von den Delegierten zum Parteichef gewählt, hätte die SVP erstmals einen Chef aus der lateinischen Schweiz.
Für die Abstimmung vom 27. September empfiehlt der SVP-Partei-Vorstand den Delegierten ein Ja zur Begrenzungsinitiative, zur Beschaffung neuer Kampfflugzeuge und zu höheren Steuerabzügen für die Kinderbetreuung, aber ein Nein zur Schaffung eines zweiwöchigen Vaterschaftsurlaubs.