Thurgau verbessert Tierschutz

Der Kanton Thurgau verbessert den Tierschutz - und zieht damit eine Konsequenz aus dem «Fall Hefenhofen». Dort hatte ein Pferdehalter jahrelang Vorschriften missachtet und die Veterinärbehörden genarrt.

Der Kanton Thurgau verbessert den Tierschutz - und zieht damit eine Konsequenz aus dem «Fall Hefenhofen». Dort hatte ein Pferdehalter jahrelang Vorschriften missachtet und die Veterinärbehörden genarrt.

Knapp ein Jahr, nachdem eine Untersuchungskommission ihren Bericht zum Fall vorgelegt hatte, zog der Regierungsrat jetzt Bilanz. Gut die Hälfte der 18 Empfehlungen seien umgesetzt, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Als wichtigste Massnahme hat die Regierung eine Revision der Tierschutzverordnung beschlossen.

Der Vollzug des Tierschutzes soll einheitlicher, moderner, transparenter und besser koordiniert werden. Die möglichen administrativen Sanktionen werden ausgeweitet: Sie reichen künftig von der Verwarnung bis zum Tierhalteverbot. Neu geregelt wird die Zusammenarbeit mit anderen Behörden, wie der Kantonspolizei.

Zudem plant die Regierung, ein Gesetz über das Veterinärwesen samt einer dazu gehörigen Verordnung zu erlassen. Diese sollen den Vollzug des Tierschutzes, aber auch des Tierseuchen-, des Lebensmittel- und des Tierarzneirechts umfassend regeln. Die Ausarbeitung erfordere aber noch mehr Zeit, heisst es.

Bereits umgesetzt ist laut Regierung die von der Untersuchungskommission empfohlene Reorganisation des Veterinäramts. So wurde eine Juristen-Stelle geschaffen, und in speziellen Fällen werden in Zukunft Begleitgruppen eingesetzt. Weitere Stellen sollen im Rahmen des Budgets 2020 geschaffen werden.

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