
default
«Lieber Gras als Rösti» steht auf dem Banner, das Greenpeace-Aktivisten auf einer verdorrten Wiese bei einem Landwirtschaftsbetrieb in Hinteregg ZH ausgerollt haben. Die Aktion soll auf die anhaltende Trockenheit und deren Folgen für die Landwirtschaft aufmerksam machen.
Folgen für die Landwirtschaft
Wie Greenpeace schreibt, habe sich Umweltminister Albert Rösti kürzlich gegenüber Tamedia erstaunt über die hohen Temperaturen und die extreme Trockenheit gezeigt. Gleichzeitig verweist die Organisation auf frühere Aussagen von SVP-Präsident und Bergbauer Marcel Dettling. Dieser habe gegenüber der NZZ erklärt: «Für Bauern ist Klimaerwärmung nicht schlecht» .
Die aktuelle Situation zeigt laut Greenpeace ein anderes Bild. Im Juli 2026 fielen vielerorts mehr als 85 Prozent weniger Niederschläge als im Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020. Die Folgen sind für die Landwirtschaft spürbar. Der Bund habe Unterstützungsmassnahmen ergriffen, während Landwirtinnen teilweise Kühe notschlachten oder vorzeitig von der Alp holen müssen.
Transformationsfonds für Umstellung
Greenpeace sieht deshalb die Politik gefordert. Die extreme Trockenheit müsse als Alarmsignal für die Folgen des Klimawandels verstanden werden. Gleichzeitig fordert die Organisation vom Schweizer Bauernverband ein stärkeres Engagement gegen den Klimawandel. «Der Klimawandel bedroht die Landwirtschaft in der Schweiz existenziell», sagt Nico Frommherz, Konsumexperte bei Greenpeace Schweiz. Ein «Weiter wie bisher» gefährde hingegen die Landwirtschaft sowie die Versorgung mit Lebensmitteln und sauberem Trinkwasser, so Frommherz.
Greenpeace fordert deshalb eine umfassende und kohärente Agrar- und Ernährungspolitik, die Klimawandel und Gesundheit berücksichtigt. Zudem verlangt sie einen Transformationsfonds, der Landwirtinnen bei der Umstellung berät und finanziell unterstützt. Mit ihrer «Vision Plant» wolle Greenpeace aufzeigen, wie ein robustes und zukunftsfähiges Ernährungssystem in der Schweiz aussehen könnte.
Da muss man noch lesen; dass ein Schweizer-Milliardär eine weitere Fluggesellschaft gründet, um dem Mobilitätsirrsinn unserer gelangweilten Individualgesellschaft noch Vorschub zu leisten.
Aber bei den Bauern ist es am einfachsten zum die Schrauben anzuziehen weil sie in der Unterzahl sind und keine Kraft mehr haben sich zu wehren.