Trockenheit: Knutti fordert Direktzahlungen ab 1. September

Trockenheit bringt die Schweizer Landwirtschaft in Bedrängnis. SVP-Nationalrat und Landwirt Thomas Knutti fordert deshalb die vorzeitige Auszahlung der Direktzahlungen per 1. September 2026.

pd/clu |

Die anhaltende Trockenheit stellt die Schweizer Landwirtschaft vor enorme Herausforderungen. Auf zahlreichen Betrieben sind die Futtervorräte weitgehend aufgebraucht. Viele Landwirtinnen und Landwirte sind gezwungen, bereits jetzt zusätzliches Futter zuzukaufen, «mit erheblichen finanziellen Folgen», schreibt SVP-Nationalrat Thomas Knutti in seinem Communiqué.

Deshalb fordert er den Bundesrat und das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) auf, die Direktzahlungen aufgrund der ausserordentlichen Lage unverzüglich und vorzeitig auszuzahlen. «Dieses Geld steht den Landwirtschaftsbetrieben ohnehin zu. Eine frühzeitige Auszahlung würde den Betrieben die dringend benötigte Liquidität verschaffen, damit sie Futter zukaufen und die Versorgung ihrer Tiere sicherstellen können», begründet Knuttis seine Forderung.

Rasches und pragmatisches Handeln

Die aktuelle Situation erfordere rasches und pragmatisches Handeln. Es darf laut dem SVP-Nationalrat nicht sein, dass Betriebe wegen eines Liquiditätsengpasses in Schwierigkeiten geraten, obwohl die Direktzahlungen in wenigen Monaten ohnehin fällig werden.

«Bereits vor einigen Wochen habe ich zudem gefordert, die Einfuhrzölle auf Futtermittel aufzuheben beziehungsweise deutlich zu senken. Ich begrüsse, dass diese Forderung inzwischen aufgenommen wurde vom Bundesamt für Landwirtschaft und entsprechende Massnahmen umgesetzt beziehungsweise vorbereitet werden», schreibt Knutti weiter. Dass nun auch die Bauernverbände dieses Anliegen öffentlich unterstützten, bestätige seiner Meinung nach dessen Dringlichkeit.

So unterstützt der Bund die Bauern

Der Bund will die Landwirtschaft mit mehreren Massnahmen unterstützen, wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) am Mittwoch, dem 5. August 2026 mitteilte. Der Bund nennt folgende Unterstützungen, die die wirtschaftlichen Auswirkungen der Trockenheit bei den Landwirtschaftsbetrieben abfedern sollen:

  • Aufgrund der aktuellen Trockenheitssituation erhalten die Betriebe die vollen Direktzahlungen auch dann, wenn einzelne Vorgaben nicht oder nicht vollständig erfüllt werden können, wie beispielsweise die minimale Futteraufnahme auf Weiden. Für Sömmerungs- und Alpbetriebe gilt zudem, dass Tiere bei Futtermangel früher von der Alp auf den Heimbetrieb zurückgeführt werden dürfen. Die Kantone sind für die Festlegung dieser Ausnahmen zuständig. ->  Mehr zu den Direktzahlungen
  • Zur Erleichterung der inländischen Futterversorgung hat das Bundesamt für Landwirtschaft die Zölle auf Heuimporte per 1. August 2026 aufgehoben. Zudem ist eine Senkung der Einfuhrzölle auf Futtermais per 15. August 2026 in Vorbereitung. ->  Mehr zu den Futtermitteln
  • Seit 2025 profitieren Bewirtschaftende von einer Verbilligung der Prämien für Ernteversicherungen gegen Schäden durch Trockenheit. Der Bund übernimmt dabei 30 Prozent der Versicherungsprämie.
  • Betriebe, die infolge der Trockenheit in Liquiditätsschwierigkeiten geraten, können zur Überbrückung zinsfreie Betriebshilfedarlehen beantragen. Einige Massnahmen bereits eingeleitet. ->  Mehr zu Betriebshilfedarlehen

Kommentare (12)

Sortieren nach: Likes | Datum
  • F89f | 27.08.2026
    Antwort an M.Müller kurz und Bündig, herausgefunden 2024 und 2025 gar nicht gemäht. 2026 sieht wenn so weiter auch gleich aus . Hektaren weise verfault wieder.
  • elisa | 11.08.2026
    Herr Knuti, ich will gar nicht, dass Sie sich für mich einsetzen. Reine Wahlpropaganda von Ihnen. Wahlen sind erst 2027. Als SVP-ler sind sie nicht kompetent, sich zu den Dürrefolgen zu äussern, nachdem Ihre Partei den Klimawandel während jahren verleugnet hat.
    • andi | 12.08.2026
      Bin davoll deiner Meinung, die svp hat nichts zu bieten zum Thema und jetz wollen sie auch noch zu den gewinnern gehören. Einfach nur Schäbig.
    • Fanky | 14.08.2026
      Glauben sie ja nicht, es wäre nur etwas weniger trocken und weniger heiss, wenn uns die Grünen zusätzlich noch für Massnahmen zu Gunsten des Klimas das Geld aus der Tsche gezogen hätten.
      Genau solche Leute vergessen das Klima, wenn die ferien anstehen und verreisen möglichst weit, natürlich mit dem Flieger, während wir Bauern zu den Tieren scjhauen und den Sommer mit Bewässern verbringen.
      Wir sind nun mal viel zu klein um das Klima zu retten. Abgesehen davon machen wir schon enorm viel dafür.
  • Ueli der Knecht | 11.08.2026
    Was alles gesagt wird um den Leuten zu gefallen. Vor den letzten Wahlen auf den Klimawandel angesprochen hat Herr Knutti gesagt, er merke nichts von diesem es wachse immer viel Gras in den Matten
    • Kollege | 13.08.2026
      Ihr glaubt tatsächlich, die Politik der SVP hätte einen Einfluss auf das Wetter? Es macht absolut keinen Sinn hysterisch Schuldzuweisungen zu machen. Das Wetter hat sich noch nie nach den Menschen gerichtet, sondern der Mensch muss sich anpassen.
      Die Wirkung der Schweiz auf das Klima beträgt faktisch null. Die Selbstzerstörung bringt nichts. Beispiel Deutschland, die enormen grünen Anstrengungen haben den CO2 Ausstoss nicht reduziert, die Wirtschaft bricht ein. Das muss in der Schweiz verhindert werden, aber sicher nicht mit links ideologischer Politik.
      Das Klima wird von Linken als Vehikel benutzt, um Steinzeitsozialismus salonfähig zu machen, die unterwanderten Medien machen mit.
  • Ketzer | 10.08.2026
    Super Idee, dann komm bestimmt der Regen.
  • Daniel | 10.08.2026
    Wie ist es wenn Alpen das glück haben und länger könnten oder noch mehr Vieh haben könnten müssen diese auch runter wenn die oberen richtwerte erreicht sind
  • müller | 10.08.2026
    und ende okt. pleite
  • F89f | 10.08.2026
    In Nidwalden wandern gegangen. Einer hat es nicht nötig zum Heuen. Erster Heuschnitt steht noch ein grosser Teil.nach erkunden schon das dritte Jahr zu faul. Direkt Zahlungen fliessen die noch.Kontrolle.?
    • M.Müller | 19.08.2026
      An F89f Haben sie sich auch schon über die verschiedenen Mähdaten informiert? z. B.
      15. Juni 1. Juli u.s.w. je nach Meereshöhe , Lage . Kennen sie die Bedingungen für "Brache"?
      Sich orientieren und erst dann anständig meckern! Die Mähdaten und andere Bedingungen sind von Bern vorgelegt.
  • Aelpler | 10.08.2026
    Wahlpopulismus pur nachdem der Bund schon alles zugesichert hat
×

Schreibe einen Kommentar

Kommentar ist erforderlich!

Google Captcha ist erforderlich!

You have reached the limit for comments!

Das Wetter heute in

Lesershop

→ Hier gehts zum Lesershop

Umfrage

Habt Ihr Weizen gesät?

49.4 % Ja, bereits die ganzen Flächen
6 % Ja, die Hälfte
3.1 % Ja, ein Drittel
9.1 % Ja, zwei Drittel
24.1 % Nein, noch nicht
8.2 % Baue keinen Weizen an

Teilnehmer insgesamt 449

Zur aktuellen Umfrage

Bekanntschaften

Suchen Sie Kollegen und Kolleginnen für Freizeit und Hobbies? Oder eine Lebenspartnerin oder einen Lebenspartner?