Aus einem Härtefallfonds sollen ehemalige Verdingkinder, administrativ Versorgte und andere Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen wenn nötig Nothilfebeiträge von je maximal 10'000 Franken erhalten. Dies ist einer der Anträge zum ersten Runden Tisch am Donnerstag in Bern.
Der Fonds soll bereits am 1. November seine Tätigkeit aufnehmen, teilten die Organisationen der Opfer mit. Ab 2014 sollen dann Entschädigungen von je 120'000 Franken in Form einer Zusatzrente ausbezahlt werden.
Für die Finanzierung der Entschädigung und einer breiten Aufarbeitung schlagen die Organisationen unter anderem Gedenkmünzen aus Nationalbankgold vor. Sie sollen geschmückt sein mit Porträts einstiger Opfer, die gegen die Missstände ihre Stimme erhoben haben, so die Mitteilung. Die Organisationen denken etwa an Personen wie den Autor Friedrich Glauser oder die Autorin Rosalia Wenger.