Bergbauer Armin Capaul sagt nach dem Nein zu seiner Initiative, Bundesrat und Parlament könnten einen Beitrag für horntragende Tiere im Rahmen der AP 22+ einführen. Mit Video
Nach jahrelangem Engagement und unzähligen Stunden auf der Strasse, in Interviews und in Sälen: Das Volk hat dem Anliegen von Bergbauer Armin Capaul eine Absage erteilt. Nur in einigen Kantonen fanden er und seine Mitstreiter eine Mehrheit. Gefasst und willig gab Capaul am Sonntagnachmittag unzähligen Medien Auskunft.
Hörnerbeitrag in AP 22+?
Gegenüber dem «Schweizer Bauer» betonte er, die Verfassungsgrundlage für die Einführung eines Hörnerbeitrags sei bereits gegeben, Bundesrat und Parlament könnten dies womöglich im Rahmen der AP 22+ einführen. Nachdem der Bundesrat aber bereits nach dem Nein des Parlaments zu einem Hörnerbeitrag im Rahmen der Beratungen zur AP 14-17 darauf verwiesen hatte, er sich nicht über den ausdrücklichen Willen des Parlamentes hinwegsetzen könne, dürfte er dies nach dem Nein des Volkes erst recht nicht tun.
Vor dem Bekanntwerden der ersten Resultate hatte Capaul zugegeben: «Ein Nein zur Initiative täte mir schon weh. Aber man hätte gegen die Kühe gestimmt, nicht gegen mich. Es geht um die Kühe, nicht um mich.» Er kündigte auch an, eine mit einem Hornkuhkopf verzierte Schweizer Flagge der Gemeinde schenken zu wollen, welche die Hornkuh-Initiative mit dem prozentual höchsten Ja-Anteil befürwortete. Zweifellos hat er die Vermarktung von Produkten aus horntragenden Kühen und Ziegen befördert, Direktvermarkter und Demeter-Bauern könnten von der jahrelangen Kampagne profitieren.