Die Initiative mit dem Titel «Für einen kostenlosen, öffentlichen und hochwertigen Nahverkehr» umfasst drei Schwerpunkte: Mobilitätsgerechtigkeit, Investitionen in das Verkehrsnetz, Mechanismen für die Kostenfreiheit und Finanzierung des Systems, wie Steven Tamburini, Sprecher von Agissons!, am Mittwoch an einer Medienkonferenz in Lausanne mitteilte.
Die Initiative schlägt vor, Artikel 81a der Bundesverfassung vollständig neu zu formulieren. Ziel sei es, den öffentlichen Verkehr «erschwinglich, zugänglich und qualitativ hochwertig» zu gestalten. Durch die Neufassung des Verfassungsrahmens ermögliche die Initiative der Schweiz den Aufbau eines Mobilitätssystems, das als universeller öffentlicher Dienst konzipiert sei.
Mit der neuen Volksinitiative soll nun die Formulierung in der Verfassung geändert werden. Um dieses «verfassungsrechtliche Ziel» in konkrete Massnahmen umzusetzen, stützt sich der Text auf zwei untrennbare Säulen: massive Investitionen in den öffentlichen Verkehr und Mechanismen zur Kostenbefreiung.
Die Zugänglichkeit steht im Mittelpunkt des Projekts, betonten die Verantwortlichen der Bürgerbewegung. Dazu gehörten die Zugänglichkeit durch den Preis, die Qualität des Angebots, die Taktfrequenz der Linien, die Anbindung der Randregionen, die nationale Koordination und die ökologische Kohärenz des Netzes.
Die Frist für die Sammlung von 100'000 Unterschriften für eine eidgenössische Volksinitiative beträgt 18 Monate.
