
Wer muss helfen, wenn das Wasser auf Alpen knapp wird? Diese Frage soll in einem Vorstoss geklärt werden.
Anja Tschannen
Die anhaltende Trockenheit führt auf verschiedenen Alpen im Kanton St. Gallen zu Wasserknappheit.
Mit einer gemeinsam eingereichten Vorstoss wollen die Kantonsratsmitglieder Franziska Steiner-Kaufmann (Die Mitte, Gommiswald) und Fredy Louis (SVP, Nesslau) die Zuständigkeiten und Abläufe bei akuten Wasserengpässen klären.
Fehlende Abläufe bei ausserordentlichen Wetterlagen
Nach Angaben der beiden Kantonsratsmitglieder zeigt sich in Gesprächen mit betroffenen Alpbesitzern sowie zuständigen Stellen, dass für Situationen mit Wasserknappheit im Sömmerungsgebiet kein klar strukturierter Ablauf besteht.
Ziel des Vorstosses sei es deshalb, gemeinsam Verbesserungen zu erarbeiten und die Koordination in ausserordentlichen Situationen zu stärken, heisst es in einer Mitteilung.
Verantwortung liegt bei den Alpbesitzern
Im Vorstoss halten Steiner-Kaufmann und Louis fest, dass die Verantwortung für eine ausreichende Wasserversorgung grundsätzlich bei den Alpbesitzerinnen und Alpbesitzern liege.
Investitionen in eine nachhaltige Wasserversorgung würden bereits heute durch den Kanton im Rahmen der Strukturverbesserungsmassnahmen unterstützt. Dennoch könnten aussergewöhnliche Wetterlagen dazu führen, dass kurzfristig zusätzliche Hilfe notwendig werde.
Unklare Zuständigkeiten im Ereignisfall
Die beiden Kantonsratsmitglieder weisen darauf hin, dass Wassertransporte in der Vergangenheit je nach Situation von unterschiedlichen Organisationen unterstützt wurden – etwa durch kommunale oder regionale Krisenstäbe, die Armee, die Coop Patenschaft für Berggebiete oder die Schweizer Berghilfe.
Aus ihrer Sicht ist jedoch derzeit unklar, welche Stelle im Ereignisfall die Koordination übernimmt, welche Unterstützungsangebote bestehen und nach welchen Kriterien diese in Anspruch genommen werden können.
Regierung soll Handlungsbedarf prüfen
Mit ihrem Vorstoss ersuchen Steiner-Kaufmann und Louis die St. Galler Regierung unter anderem um eine Beurteilung der heutigen Organisation der Hilfe bei Wasserknappheit auf Alpen. Zudem soll geprüft werden, ob eine zentrale Anlaufstelle geschaffen und ein runder Tisch mit Gemeinden, Landwirtschaft, Zivilschutz, Armee sowie weiteren beteiligten Organisationen einberufen werden soll.
Weiter möchten die beiden Kantonsratsmitglieder wissen, ob die Regierung bereit ist, sich dafür einzusetzen, dass Wassertransporte auf Alpen ohne Zufahrt in ausserordentlichen Situationen unbürokratisch organisiert werden können. Ebenso soll geprüft werden, ob sich der Kanton beim Bund für eine stärkere Unterstützung durch die Armee sowie für klar geregelte Zuständigkeiten, Abläufe und Finanzierungsmodelle bei Wasserknappheit auf Alpen einsetzen will.
Tiere und Menschen brauchen dringend Wasser! Aber gewisse Bürogummis mehmen die Finger nicht zum Arsch hinaus. Und schieben die Aufgaben hin und her. Aös Landwirt könnte man verrückt werden. Hat man sonst schon Mehrarbeit und dann noch das Theater,wer jetzt eben die Finger zum Arsch sus nehmen muss. Das kann doch nicht sein,darf nicht sein. Wenn die Tiere kein Wasser haben,kommt der Tierschutz,und dann gibts richtig Theater. Liebe Bürokrsten,lasst es nicht doweit kommen! Sonst stopfen wir Euch Ökoheu ins Maul,ohne Salatsauce,so trocken,wie es die Tiere fressen müssen.!!!
Unterstützungsbeiträge in der Landwirtschaft und Alpwirtschaft sind bei Wasserbauprojekten schon lange vorhanden.
Ich denke dort sollten die Finger zum Arsch raus. Im Notfall nach Bund, Armee und Kantone zu rufen wirk für mich peinlich, da man seine Hausaufgaben nicht gemacht hat.
Weiter ist es unfair gegenüber Genossenschaften die Zeit und Geld investiert haben und jetzt genug Wasser haben.