Wer Humusbilanz nutzt, soll Beiträge erhalten

hal |

Wer künftig den Humusbilanzrechner (humusbilanz.ch) nutzt, wird dafür pro Hektare offene Ackerfläche entschädigt.

Für einen gesunden Boden ist ein ausreichender Humusgehalt notwendig. Ein solcher ermöglicht unter anderem die effiziente Nutzung der Nährstoffe. Die landwirtschaftliche Produktion kann zu einer Humusverarmung der Böden führen.

Der neue Beitrag, der im Verordnungspaket zur parlamentarischen Initiative «Das Risiko beim Einsatz von Pestiziden reduzieren» vorgeschlagen wird, soll den Landwirtinnen und Landwirten auf der Grundlage der von ihnen angewandten landwirtschaftlichen Praktiken ausgerichtet werden.

Höherer Humusgehalt, mehr biologische Aktivitäten in den Ackerböden, Schutz vor Erosion und Verdichtungen. Das ist das Ziel neuer geplanter Produktionssystembeiträge im Bereich Bodenfruchtbarkeit.

Zusatzbeitrag in Aussicht

Für das Ausfüllen einer Humusbilanz werden zusätzliche Aufzeichnungen  erforderlich sein. Ab 2023 soll es für Landwirte mit einer offenen Ackerfläche von mehr als 3 ha Beiträge in der Höhe von 50 Fr./ha offene Ackerfläche/Jahr geben, wenn sie die Humusbilanz vollständig ausfüllen. Mit der Humusbilanz sollen Massnahmen zum Aufbau und für den Erhalt des Humusgehaltes in den Ackerböden mit weniger als 10% Humus unterstützt werden.

Der Beitrag für die Humusbilanz wird ausgerichtet, wenn unter anderem mindestens drei Viertel der Ackerfläche eines Betriebs einen Anteil von weniger als 10% Humus aufweisen. Ein Zusatzbeitrag (200 Fr./ha) kann zudem erstmals im fünften Jahr ausbezahlt werden, wenn ein Betrieb das Ziel für den Humuserhalt bzw. für die -anreicherung erreicht. Das Ausfüllen der Humusbilanz während des Jahres und der Abschluss sollen grundsätzlich analog Nährstoffbilanz gemäss Suisse-Bilanz erfolgen.

Schonend und bedeckt

Schonende Bodenbearbeitung wird derzeit über die Ressourceneffizienzbeiträge gefördert. Die definierten Verfahren sollen weitergeführt werden mit einem Beitrag von 250 Fr./ha/Jahr für Mulch-, Streifen- und Direktsaat.

Dieser Beitrag wird nur ausgerichtet, wenn auch die Massnahmen bei der angemessenen Bodenbedeckung (250 Fr./ha für die Hauptkulturen/1000 Fr./ha für Gemüse- und Beerenkulturen) gesamtbetrieblich erfüllt werden.

Kommentare (9)

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  • Gesunder Menschenverstand | 23.05.2021
    Zusätzliche Aufzeichnungen tönt intressant, dachte man wolle die Bürokratie reduzieren.
    Budget bleibt gleich d,h. mir wird 100 Fr genommen, bekomme Humusbeitrag 50 Fr. Kontrollkosten 50 Fr. Super Sache!
  • kleinbauer | 22.05.2021
    Am besten die allgemeinen DZ streichen und zwar alle. und dann Beiträge für genau definierte projekte und ziele.
    dann kann der Bund genau fördern was er will und die bauern können selber entscheiden bei was sie mitmachen. beiträge z.b. für: bio, pestizidfrei, humusaufbau, zuckerr. raps, extenso, seltene kulturen, pfluglos, buntbrachen, heumilch. ,laufstall,beiträge für leistung und nicht für ha.
    • Werni | 22.05.2021
      Kleinbauer hast du überlegt was das für eine Wahnsinnsbürokratie und Kontrollirrsinn auslösen würde?
      • kleinbauer | 22.05.2021
        ja, nicht mehr als jetzt. und mit einer guten app liesse sich das noch vereinfachen. und die entwicklung geht eh in diese richtung.. kontrolle per app und internet, wäre einfacher als heute und gerechter als dass man einfach pro ha bezahlt. wäre den konsumenten auch besser zu verkaufen
    • Bäuerin | 24.05.2021
      Da in der Schweiz bekanntlich nicht alle topografisch und klimatisch die gleichen Bedingungen haben, würde das automatisch zu einer Ungleichbehandlung führen.
      • kleinbauer | 25.05.2021
        anbauen was standortgerecht ist, ist eigentlich normal erst durch DZ wurden fehlanreize geschaffen und un grenzlagen die falschen kulturen angebaut. alles was ohne DZ nicht angebaut würde ist nicht standort gerecht, ZR, raos, soja, sonnenblumen. eigentlich ist die schweiz ein grasland, darum gibt es , emmentaler, greyerzer, und all die verschiedenen käsesorten.
  • BergLina | 22.05.2021
    Wieder ein techokratischer Vorschlag aus dem BLW.....
  • Markus | 22.05.2021
    Gute Idee, aber doch nicht immer für alles diese Direktzahlungen ausgeben. Es soll aus intrinsischer Motivation erfolgen. Wir dürfen uns nicht zu fest vom Staat abhängig machen lassen.
    • Wirsindschonlangeabhängig | 22.05.2021
      Markus wenn du den Beitrag nicht willst kannst du diesen zurückgeben oder spenden

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