Der Fonds von AHV, IV und Erwerbsersatzordnung stoppt Investitionen in Nahrungsmittel. Der Verwaltungsrat hat die Anlagestrategie auf dieses Jahr entsprechend angepasst, wie die «NZZ am Sonntag» berichtete.
Aufgrund der politischen Sensibilität werde zukünftig bei den Rohstoffen auf das Segment «Agrarprodukte» verzichtet, heisst es auch im Internet aufgeschalteten Jahresbericht des Fonds. Konkret will der Verwaltungsrat in der Anlageklasse «Rohstoffe» nur noch in Energiewerte und Edelmetalle investieren, nicht aber in Agrarrohstoffe und die Viehwirtschaft.
Hintergrund ist die Spekulationsstopp-Initiative, die von der JUSO gemeinsam mit der SP, den Grünen und mehreren Hilfswerken lanciert worden ist. Die Initianten wollen der Spekulation mit Nahrungsmitteln einen Riegel schieben, weil sie sie für den Hunger auf der Welt mitverantwortlich machen.
Grosse Einschnitte bringt die neue Strategie dem Fonds allerdings nicht. Im vergangenen Jahr hatte der Fonds nur knapp 500 Millionen Franken oder 1,6 Prozent seines gesamten Anlagevermögens in Rohstoffe investiert. Davon entfielen wiederum 41 Prozent auf landwirtschaftliche Produkte.