
Ein Klassiker bei der Armee: Hörnli und Gehacktes mit Apfelmus.
Rahel Thévoz
Wie der «Blick» berichtet, bezieht die Schweizer Armee ihr Apfelmus aus Italien. Bei einer Ausschreibung der Armasuisse erhielt die italienische Firma Melinda den Zuschlag für einen Auftrag im Wert von 670’000 Franken, nachdem sie als einzige Anbieterin ein gültiges Angebot eingereicht hatte.
Der Schweizer Obstverband kritisiert den Entscheid auf Anfrage vom «Blick». Produkte wie Apfelmus könnten grundsätzlich aus Schweizer Rohstoffen hergestellt werden und sollten zur Stärkung der Inlandversorgung, der Versorgungssicherheit und des Klimaschutzes bevorzugt aus der Schweiz stammen.
Der Verband will das Gespräch mit der Armee suchen, um die geringe Zahl der Angebote zu klären. Die Armasuisse verweist auf das öffentliche Beschaffungsrecht. Entscheidend seien Qualität, Preis, technische Anforderungen und die Einhaltung der Ausschreibungskriterien. Das zweite Angebot habe die technischen Vorgaben nicht erfüllt.
Kommentare (3)