Ausstiegsinitiative löst Wasserkraft-Probleme nicht

Die Atomausstiegsinitiative, über die Ende November abgestimmt wird, löse die Probleme der Wasserkraft nicht. Zudem dürfe die Stromversorgung in der Schweiz keinen Risiken ausgesetzt werden. Die Regierungskonferenz der sieben Gebirgskantone lehnt die Initiative deshalb ab.

sda |

Die Atomausstiegsinitiative, über die Ende November abgestimmt wird, löse die Probleme der Wasserkraft nicht. Zudem dürfe die Stromversorgung in der Schweiz keinen Risiken ausgesetzt werden. Die Regierungskonferenz der sieben Gebirgskantone lehnt die Initiative deshalb ab.

Hoffnungen, die Schweizer Wasserkraft könne von einem raschen Atomausstieg profitieren, würden sich bei genauer Betrachtung als trügerisch erweisen. Taktgeber an den europäischen Strombörsen sei der Kohlestrom, teilte die Regierungskonferenz der sieben Gebirgskantone am Dienstag mit.
Solange die Subventionierung des Kohlestroms durch fehlende wirksame CO2-Abgaben andauere, werde sich der Strompreis nicht nachhaltig erholen. Bei einem Atomausstieg der Schweiz wäre ein Preisanstieg in sehr kalten Wintermonaten nicht auszuschliessen.

Nicht rentabel

Dies alleine macht die Wasserkraft laut der Regierungskonferenz aber nicht nachhaltig rentabel. Dafür seien andere regulatorische Massnahmen erforderlich. Und das solange, als die CO2-Emissionen in der EU nicht auf das schweizerische Niveau angehoben und die immensen Subventionen für erneuerbare Energien in Deutschland und Atomstrom in Frankreich nicht abgeschafft würden.

«Alpen-Opec»

Die Regierungskonferenz der Gebirgskantone, früher «Alpen-Opec» genannt, ist die Lobby der Bergkantone. 1981 gegründet, gehören ihr die Kantone Uri, Obwalden, Nidwalden, Glarus, Graubünden, Tessin und Wallis an.

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