Bauern protestieren vor Aldi

Landwirte in Irland haben ein Aldi-Verteilzentrum besetzt. Sie sind unzufrieden mit dem Rindfleischpreis im Supermarkt.

Landwirte in Irland haben ein Aldi-Verteilzentrum besetzt. Sie sind unzufrieden mit dem Rindfleischpreis im Supermarkt.

Der irische Bauernverband (IFA) hat die aus seiner Sicht zu niedrigen Preise für Rindfleisch beklagt und mit zahlreichen Landwirten ein Verteilzentrum des Discounters Aldi besetzt. Die Landwirte forderten eine „deutliche und sofortige“ Anhebung der Preise für Rindfleisch im Supermarkt, um die Preise zumindest in Einklang mit dem Vergleichsindex der Absatzförderorganisation Bord Bia zu bringen.

„Die Landwirte haben die geringen Preisanpassungen beim Rindfleisch seitens der Fleischfabriken und des Einzelhandels satt“, kritisierte IFA-Präsident Joe Healy bei der Protestaktion am vergangenen Donnerstag in Naas südwestlich von Dublin. Die Lieferkette verschaffe der Fleischwirtschaft und den Einzelhändlern „Mega-Gewinne“, und zwar auf Kosten der Landwirte.

„Die Tierhalter brauchen die Preiserhöhung jetzt“, stellte Healy klar. Nach IFA-Darstellung liegen in Irland die Auszahlungspreise für Rindfleisch um 20 Cent/kg oder 80 Euro (88 Franken) pro Tier unter dem Bord-Bia-Vergleichsindex und um 50 Cent/kg oder 180 Euro (198 Franken) pro Tier unter dem britischen Rindfleischpreis. Healy betonte, die Landwirte würden keine weiteren Verzögerungen hinnehmen. Er kündigte weitere Massnahmen an, bis die Auszahlungspreise für Rindfleisch „deutlich“ angehoben würden.  

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