Die Zukunft der Berglandwirtschaft: Dieses Thema diskutierten Politiker und Vertreter aus der Agrarwirtschaft.
Wenn in Habkern BE die Berglandwirtschaft zum Thema wird, weiss man, wovon man spricht. Viele Familien sind im stillen Bergdorf von der Landwirtschaftspolitik der Schweiz abhängig. Wohin der Weg in die Zukunft führt, ist für die Familienbetriebe von grosser Bedeutung. 200 Personen waren an der Veranstaltung zugegen.
Am Podiumsgespräch nahmen Nationalrat Erich von Siebenthal, Bauernpräsident Markus Ritter, Hans Jörg Rüegsegger, Lobag-Präsident, und Werner Salzmann, SVP-Kantonalpräsident, teil. Gleichzeitig bekundeten über zwanzig Grossratskandidaten aus dem Berner Oberland ihre Solidarität zur Landwirtschaft.
Wo die Bergbauern der Schuh drückt, zeigte sich bei den Landwirten sehr bald. Übereilt eingeführte Agrarreformen lassen die Bauern oft im Regen stehen. Die überdimensionierte Verwaltung steht in keinem Verhältnis zur Grösse der Betriebe. Die Herstellung von hochwertigen Produkten sollte im Vordergrund stehen, damit angemessene Preise realisiert werden können. Darin waren sich Referenten und Zuhörer einig.
Das Ziel der Landwirtschaftspolitik sei, die Produktion von Lebensmitteln in den Tal- und Bergregionen zu fördern, um somit die Einkommen der Bergbauern zu verbessern, so der Tenor. Um dies zu erreichen, ist ein «einig Volk von Bauern» vonnöten. Ob industriell arbeitende Betriebe im Flachland oder Familienbetriebe in den Bergen, nur ein geschlossenes Auftreten kann die Schweizer Landwirtschaft stärken und fit erhalten für die Auseinandersetzung mit einer globalen Agrarpolitik.