Bell verkauft weniger Fleisch, macht aber trotzdem mehr Umsatz

Der grösste Schweizer Fleischverarbeiter Bell hat seinen Umsatz 2012 um 0,4 Prozent auf 2,52 Mrd. Fr. gesteigert. Gleichzeitig sank der Fleischabsatz um 1,1 Prozent auf 222 Millionen Kilogramm, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

sda |

Der grösste Schweizer Fleischverarbeiter Bell hat seinen Umsatz 2012 um 0,4 Prozent auf 2,52 Mrd. Fr. gesteigert. Gleichzeitig sank der Fleischabsatz um 1,1 Prozent auf 222 Millionen Kilogramm, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Währungs- und strukturbereinigt resultierte ein Umsatzplus von  0,6 Prozent. In der Schweiz allein stieg der Fleischabsatz um 1,4  Prozent auf 122,5 Millionen Kilo. Der Inlandumsatz erreichte 1,76  Mrd. Fr. oder 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Dass der Umsatz mit dem gesteigerten Absatzvolumen nicht  mithielt, führt Bell auf die durchschnittlich 0,8 Prozent tieferen  Verkaufspreise zurück. Umsatztreiber waren Schweizer Fleisch und  Meeresprodukte. Der gesamte Fleischmarkt in der Schweiz musste nach  Bell-Schätzungen einen Rückgang um 2 Prozent hinnehmen.

Bei Bell Deutschland stieg der Umsatz vor allem wegen des  Hochpreissegments um 1,5 Prozent auf 484 Mio. Franken. Der Absatz  sank um 2,5 Prozent auf 66 Millionen Kilo. Grund waren unter anderem  Änderungen im Sortiment.

Die Umsatzentwicklung in Osteuropa und den Benelux-Staaten  verlief gemäss Bell unterschiedlich. Der Umsatz der Division sank um  6,2 Prozent auf 188,5 Mio. Franken, der Absatz um 13,4 Prozent auf  20,6 Mio. Kilogramm.

Polen, Tschechien und die Slowakei legten zu, während in Ungarn  die Sortimente angepasst und wenig gewinnbringende Produkte  aufgegeben wurden. Die Handelsgesellschaft in den Benelux-Ländern  litt vor allem unter dem Verlust einer Warengruppe.  Der Umsatz von Bell Frankreich wuchs um 4,6 Prozent auf 97,4 Mio.  Franken. Das vollständige Jahresergebnis publiziert Bell am 15.  Februar.

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