Beschwerde gegen Lidl-Werbung

Die in Luzern ansässige, gemeinnützige Stiftung IOF (International Olive Foundation) reichte am 10. Juli 2019 bei der Schweizerischen Lauterkeitskommission Beschwerde gegen Lidl Schweiz ein. Der Discounter hatte auf blick.ch mit dem Slogan «Wir setzen auf nachhaltige Produkte zu fairen Preisen!» geworben.

Die in Luzern ansässige, gemeinnützige Stiftung IOF (International Olive Foundation) reichte am 10. Juli 2019 bei der Schweizerischen Lauterkeitskommission Beschwerde gegen Lidl Schweiz ein. Der Discounter hatte auf blick.ch mit dem Slogan «Wir setzen auf nachhaltige Produkte zu fairen Preisen!» geworben.

Wer natives Olivenöl extra für 4.29 Fr./l  verkaufe, bezahle weder faire Einkaufspreise noch handle er nachhaltig, findet IOF. Denn, wenn man alle Kosten von diesem Preis abziehe, könne der Einkaufspreis für das Öl nicht fair gewesen sein. 

An der spanischen Börse für Olivenöl wurde Anfang Juli Nativ-extra-Olivenöl zu Preisen zwischen 2,175 und 2,28 Euro/kg verkauft. Der Verband der spanischen Olivenölgemeinden kritisierte, dass bei solchen Spottpreisen die Produktionskosten der Olivenbauern und der Mühlen niemals gedeckt würden.

Die Folgen sind Landflucht, Verarmung und erfinderische Produktionsmassnahmen, die im Betrug gipfeln können. Tests in verschiedenen Ländern haben gezeigt, dass die Qualität von Ölen oft schlechter ist als angegeben. 


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