Bestmögliche Verwertung der Kuhmilch

Die Genossenschaft Obervaz hat nebst der Molkerei noch die Standbeine Wohnungs-vermietungen und fünf Verkaufsläden. Die Molkerei Puracenter Lenzerheide steht auf einem gesundem Fundament.

Vrena Crameri-Daeppen |

Die Genossenschaft Obervaz hat nebst der Molkerei noch die Standbeine Wohnungs-vermietungen und fünf Verkaufsläden. Die Molkerei Puracenter Lenzerheide steht auf einem gesundem Fundament.

1925 wurde die Milchproduzenten Genossenschaft Obervaz Lenzerheide gegründet. Das Ziel der Genossenschaft, in welcher noch 19 Milch-produzenten tätig sind, ist die bestmögliche Verwertung der Kuhmilch, welche in der Gemeinde produziert wird.

Die Gemeinde und die Umgebung sollen möglichst rationell mit der Milch und den Milchprodukten versorgt werden. Ferner werden in den eigenen Liegenschaften Wohnungen vermietet und fünf Läden geführt.

Umsatz verdoppelt

Die Puracenter AG wurde 1996 gegründet und die Miet- und Pachtverträge mit der damaligen Toni AG gekündet. Um den Betrieb des Ladens aufrechtzuerhalten, wurden in verschiedene Richtungen Verhandlungen geführt. Mit der Spar Handels AG wurde ein geeigneter Partner gefunden und ein Franchisevertrag abgeschlossen.

Im eigenen Gebäude wurde eine Molkerei realisiert. Seither hat sich der Ladenumsatz und die Ausstosskapazität der Molkerei verdoppelt, die Auflagen des Lebensmittelinspektorates stiegen, so dass mit einem grosszügigen Neubau alle Probleme gelöst werden konnten.

Mit dem Neubau konnten die Arbeitsprozesse optimiert und den heutigen Anforderungen angepasst werden. In diesen Räumlichkeiten ist auch noch ein weiteres Wachstum möglich. Ferner wurden Büroräumlichkeiten für die Verwaltung der Puracenter AG und der Milchproduzenten-Genossenschaft eingerichtet.

Kurze Transportwege

Gemäss Markus Lenz, Verwaltungsratspräsident Puracenter AG, ist es wichtig, dass die Milch der 19 Landwirte angeliefert und sofort verarbeitet wird, das heisst, dass zwei Tage nach dem Melken die verarbeitete Milch in den Regalen steht.

Der weiteste Transportweg vom Produzenten zur Milchannahmestelle beträgt sieben Kilometer. Die kurzen Transportwege machen Sinn – es ist auch ökologisch. Zudem werden die Milchprodukte in den eigenen Läden verkauft oder an Gastrobetriebe geliefert. Die Puracenter AG beschäftigt rund fünfzig bis sechzig Angestellte in der Molkerei, den fünf Läden in Lenzerheide, Lantsch/Lenz, Savognin, Lain und Vilters SG. 

Drei Standbeine

Es werden rund 1,7 Millionen Kilogramm Milch verarbeitet. Das Schwergewicht liegt bei der Past-Vollmilch und Past-Bio-Vollmilch. Ferner wird Milch zu Käse, Milchdrink und Joghurt verarbeitet. Während des Sommers wird die Alpmilch via Pipeline von den Alpen Lavoz und Scharmoin in die Molkerei geleitet und verarbeitet. Wegen der Saisonalität der Milchlieferungen muss in den Sommermonaten auch noch Milch zugekauft werden. 

Wie Valentin Luzi, Vorsteher des Amtes für Landwirtschaft und Geoinformation, betonte, hat die Puracenter AG nicht nur die Molkerei, sondern auch die Läden, wo mit Spar zusammengearbeitet wird, und es werden Wohnungen in den eigenen Immobilien vermietet. Das seien gesunde Voraussetzungen für die Zukunft.

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