Der Bund reagiert auf den Ausbruch der Schweineseuche PRRS. Das Bundesamt für Veterinärwesen verbot am Mittwochabend den Import von Schweine-Sperma, -Eizellen und Embryonen.
Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) setzte das Importverbot für Schweine-Sperma, -Eizellen und -Embryonen auf den Mittwochabend um 21 Uhr in Kraft. Die Sperre gilt bis Ende Januar 2013, wie es in der am Abend veröffentlichten Verordnung heisst.
In einem Schweinezuchtbetrieb in Appenzell Innerrhoden mussten am Mittwoch wegen des Virus 1200 Tiere geschlachtet werden. An die 250 Sauen wurden geschlachtet; ihr Fleisch wird normal verwertet, da das PRRS-Virus für Menschen ungefährlich ist.
Die 1000 Ferkel des Betriebs wurden direkt auf dem Hof getötet. Verstärkung erhielten die Behörden vom Veterinäramt Zürich, das eine spezielle Equipe nach Appenzell schickte. Für den Bauern bedeutet der Vorfall eine gravierende finanzielle Einbusse. Gemäss dem Innerrhoder Landeshauptmann (Regierungsrat) Lorenz Koller wird die Sache ein juristisches Nachspiel haben.