Der US-Bananengrosshändler Chiquita hat ein verbessertes Übernahmeangebot eines brasilianischen Bieterkonsortiums zurückgewiesen und seine Fusionspläne mit dem irischen Konkurrenten Fyffes bekräftigt.
Der Verwaltungsrat habe entschieden, dass das Angebot des Konsortiums Cutrale Group «unangemessen und nicht im besten Interesse der Chiquita-Aktionäre» sei, teilte Chiquita am Donnerstagabend in New York mit. Der Fruchtexporteur Cutrale und die Investmentbank Safra Group hatten ihr Angebot auf insgesamt 658 Mio. Dollar erhöht, nachdem Chiquita im August bereits ein erste Offerte über 611 Mio. Dollar abgelehnt hatte.
Chiquita und Fyffes hatten die Fusion im März vereinbart; das geplante Gemeinschaftsunternehmen soll seinen Sitz in Irland haben, so dass Chiquita kräftig Steuern sparen kann. Eine Chiquita-Hauptversammlung soll am 24. Oktober stattfinden. Chiquita und Fyffes gehören schon heute - mit Fresh Del Monte und Dole Food - zu den vier grössten Bananenhändlern der Welt. Durch die Fusion würde nicht nur ein neuer Bananen-Grosskonzern, sondern auch ein Schwergewicht im Bereich abgepackte Salate, Melonen und Ananas entstehen. So wäre Chiquita-Fyffes der grösste Importeur von US-Melonen und der drittgrösste Ananashändler weltweit.