
Steyr und Case IH: Die beiden Marken gehören zum CNH Konzern.
zvg
Weiterer Dämpfer für den italienisch-amerikanischen Land- und Baumaschinenkonzern CNH Industrial. Nachdem das Unternehmen im vergangenen Jahr mit rückläufigen Gewinnen zu kämpfen hatte, kam es im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 zu einem regelrechten Einbruch.
Der Konzern kam nur auf einen Nettogewinn von 10 Mio. $ (7,8 Mio. Franken); im Vergleich zum Wert des Vorjahresquartals von 132 Mio. $ (102,2 Mio. Franken) ist das ein Minus von 92 Prozent. Stabil bei 3,82 Mrd. $ (3,96 Mr. Franken) blieben hingegen die konsolidierten Erlöse.
Historisch niedrige Nachfrage
Der Nettoumsatz in der CNH-Agrarsparte lag im Berichtsquartal bei 2,60 Mrd. $ (2,01 Mrd. Euro); damit konnte der Vorjahreswert gehalten werden. Wechselkurseffekte wirkten sich positiv aus, während geringere Absatzmengen in allen Regionen - ausser Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) - auf den Umsatz drückten. Das bereinigte EBIT sackte allerdings kräftig ab, nämlich um 81 Prozent auf 27 Mio. $ (20,81 Mio. Franken). Das ist laut CNH in erster Linie auf geringere Absatzmengen in Nord- und Südamerika zurückzuführen.
CNH verspürte nach eigenen Angaben im ersten Quartal in Nordamerika eine historisch niedrige Nachfrage nach landwirtschaftlichen Geräten. Dort ging der Absatz bei Traktoren unter 140 PS im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7 Prozent zurück, bei Traktoren über 140 PS um 27 Prozent. Im Segment Mähdrescher gab es ein Minus von 6 Prozent. In der Region EMEA stieg die Nachfrage nach Schleppern hingegen um 2 Prozent, während der Absatz von nach Mähdreschern um 5 Prozent nachgab.