D: Milchpreise im Aufwind

Die Milchpreise sind in Deutschland in den vergangenen Monaten spürbar gestiegen und befinden sich weiter im Aufwind. Doch restlos zufrieden sind die Milcherzeuger nicht. 

«Auch unsere Produktionskosten steigen immens, insbesondere im Futtermittel- und Energiebereich. Darüber hinaus fehlt uns für Zukunftsinvestitionen die Planungssicherheit aus der Politik», gab der Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen, Manfred Tannen, kürzlich beim Fachausschuss Milch des Landesbauernverbandes zu bedenken.

Fehlende Produktionsmengen durch ausscheidende Erzeuger würden momentan nicht durch Wachstumsbetriebe ersetzt, weshalb die erzeugte Milchmenge nachhaltig sinke. Insgesamt sei die Marktlage jedoch erfreulich.

Nach Angaben des Marktexperten Andreas Gorn von der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) hat der Milchepreis im Bundesmittel zuletzt erstmals seit 2014 wieder die Marke von 42 Rappen (40 Cent) je Kilogramm Milch übertroffen.

Nachfrage nach pflanzlichen Alternativen steigt

Im Zuge der zunehmenden Verknappung des Angebots sei es zu deutlichen Preisanstiegen an den Rohstoff- und Produktmärkten gekommen. Die höheren Verwertungen der Milch in den Molkereien schlügen sich seit einigen Monaten auch in kräftigen Aufschlägen beim Milchgeld nieder.

«Vor allem der Norden profitiert mit dem Produktportfolio Magermilchpulver, Butter und Käse von der stabilen Nachfrage», ergänzte der AMI-Experte. Zwar nehme die Nachfrage privater Haushalte in Deutschland nach pflanzlichen Milchalternativen zu, doch gleiches gelte auch für Erzeugnisse wie Streichfette, Käse, Joghurt und Quark.

Bedarf nicht gedeckt

Tannen stellte fest, dass auch international die erzeugte Milchmenge nicht zur Bedarfsdeckung ausreiche. «Aufgrund dieser Ausgangssituation schauen wir optimistisch ins Frühjahr», so der Vizepräsident.

Er wies darauf hin, dass es in Niedersachsen mehr als 800’000 Kühe gebe und der Selbstversorgungsgrad bei über 100 % liege. 

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