Das sind die Schweizer AOP-Käse

Die bekannten Schweizer Käsesorten und viele regionale Spezialitäten werden auch heute noch mit viel Handarbeit und Herzblut in der lokalen Dorfkäserei vom Käser oder der Käserin persönlich hergestellt. Zur Qualitätskontrolle und Rückverfolgbarkeit trägt jeder Käse eine Nummer, auch jene mit geschützter Ursprungsbezeichnung.

Die Schweizer Käseproduktion ist geprägt von lokalen Dorfkäsereien und Familienbetrieben, schreibt die Switzerland Cheese Marketing AG (SCM) in einer Mitteilung. Jedes Stück Le Gruyère AOP oder Appenzeller stamme aus einem solchen Betrieb, erinnert das in Bern ansässige Kompetenzzentrum für Schweizer Käse.

«Viele KonsumentInnen wissen heute nicht mehr, dass auch jedes Stück Schweizer Emmentaler AOP, welches im Selbstbedienungsregal des Detailhandels angeboten wird, aus einer der knapp 100 Emmentaler AOP-Dorfkäsereien stammt», weiss Martin Spahr, Chief Marketing Officer von SCM.

Traditionelle Rezepte

Die klassischen Schweizer Käsesorten seien traditionelle Spezialitäten mit einem starken Bezug zu ihrer Herkunftsregion, schreibt die SCM in ihrer Mitteilung. Damit das auch so bleibt und um die Tradition und die Qualität zu wahren, haben die Schweizer Käse mit der AOP-Beizeichung strikte Pflichtenhefte.

AOP steht für «Appellation d’Origine Protégée» («geschützte Ursprungsbezeichnung»). So ausgezeichnete Produkte werden in einer klar definierten Region erzeugt, verarbeitet und veredelt. Beim AOP-Käse stammt die Milch aus derselben Region, in der sie verkäst und in welcher der Käse bis zur Reife gepflegt wird.

Das sind die 12 Schweizer AOP-Käse • Berner Alp- und Hobelkäse AOP

• Bloder-Sauerkäse AOP

• Emmentaler AOP

• Glarner Alpkäse AOP

• L’Etivaz AOP

• Le Gruyère AOP

• Raclette du Valais AOP

• Sbrinz AOP

• Tessiner Alpkäse AOP

• Tête de Moine AOP

• Vacherin Fribourgeois AOP

• Vacherin Mont-d’Or AOP

So wird sichergestellt, dass der Käse ausnahmslos nach der exakt gleichen Rezeptur hergestellt wird. «So darf beispielsweise die maximale Distanz zwischen Milchbetrieb und Käserei 20 Kilometer betragen für einen Emmentaler AOP betragen.» erklärt Martin Spahr.

 Käsereinummer

Jeder Schweizer Käse hat auf der Rinde oder der Verpackung eine individuellen Käsereinummer. Diese bürgt dafür, dass der Käse aus kontrollierter Produktion stammt und die strengen Qualitätsanforderungen des Pflichtenhefts erfüllt.

Mit dieser Nummer lässt sich der Käse bis zu seinem Ursprung und Produktionsort zurückverfolgen. Dazu muss lediglich diese Nummer auf einer Webseite des Bundes eingeben werden.

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