Der Preisträger Agro-Star Suisse 2013 ist Willy Gehriger. Der im waadtländischen Payerne aufgewachsene Agrarökonom war 1993 massgeblich beteiligt, dass sich sechs regionale Genossenschaftsverbände zur schweizweit tätigen Fenaco zusammenschlossen.
Der Agro-Star Suisse zeichne herausragende Persönlichkeiten der Schweizer Landwirtschaft aus, heisst es am Donnerstag im Communiqué der Organisatoren. Die Verleihung der Auszeichnung fand während der Ausstellung Tier&Technik in St. Gallen statt. Initiiert wurde der Agro-Star von der Tier&Technik in Zusammenarbeit mit dem „Schweizer Bauer“ und unterstützt von der Mobiliar. Für den Preis kann jedermann einen Nominationsvorschlag einreichen.
In seiner Laudatio betonte Jurypräsident Christian Belz, Professor an der Uni St. Gallen, der Preisträger verstehe und erkläre die Marktkräfte realistisch. Gehriger sei „ein profunder Kenner der Landwirtschaft.“ Sein Credo laute, Ideen miteinander zu realisieren, denn drei Personen könnten mehr bewirken als eine. Er führe Leute zusammen, damit sie sich selber kreieren und aufbauen. Seine Arbeitsgruppen vereinten immer Manager und Leute, die auch etwas von der praktischen Arbeit verstünden, hob Belz hervor.
Gehriger wurde 2002 an die Spitze der Fenaco gewählt und gab sein Amt Mitte vergangenes Jahr an Martin Keller ab. Die Fenaco setzte 2011 rund 5,5 Mrd. Fr. um und beschäftigte 8800 Mitarbeiter. Zur Fenaco gehören unter anderem Volg, Agrola, Ernst Sutter, Ramseier, Serco, Landi Schweiz AG, Frigemo und Steffen&Ris.
Gehriger engagiert sich immer noch für den ländlichen Raum. Unter anderem ist er ehrenamtlich im Stiftungsrat der Schweizer Berghilfe tätig.
2012 wurde Richard Wyss, Präsident des Vereins Deutschschweizer und Rätoromanischer Bienenfreunde VDRB, zum Agro-Star gewählt. Ein Jahr zuvor kam die Ehre John Dupraz, ehemaliger Nationalrat, Präsident der Schweizer Getreideproduzenten und von Swissgranum, zu teil.