Einkaufstourismus gibt es auch umgekehrt

Viele Westschweizer kaufen im benachbarten Frankreich ein - umgekehrt aber auch. Die Franzosen überqueren die Grenze nicht bloss um zu arbeiten, sondern machen auch ihre Einkäufe in der Schweiz, wie eine Befragung der Universität Neuenburg in Frankreich zeigt.

Viele Westschweizer kaufen im benachbarten Frankreich ein - umgekehrt aber auch. Die Franzosen überqueren die Grenze nicht bloss um zu arbeiten, sondern machen auch ihre Einkäufe in der Schweiz, wie eine Befragung der Universität Neuenburg in Frankreich zeigt.

Im Rahmen seiner Lizentiatsarbeit am Institut für Geographie an der Universität Neuenburg befragte Yann Dubois über 700 Bewohner der französischen Ortschaften Morteau und Villers-le-Lac. Diese Gemeinden liegen in der Nähe von Le Locle und La Chaux-de-Fonds. 

Über 90 Prozent der Befragten gaben an, ihre Einkäufe in der Schweiz zu tätigen. Die Einkäufe beschränken sich auf Benzin, Zigaretten und und Schokolade. Andere Produkte wie Sportartikel oder Kleider werden noch von 58 Prozent der französischen Konsumenten in der Schweiz eingekauft. 

Die Studie beziffert kein Einkaufsvolumen und legt keine Geschäftszahlen offen. Sie zeigt jedoch, dass der grenznahe Einkaufstourismus auf beide Seiten fliesst. Grund für die Einkäufe sind auch die grossen Distanzen zu den nächsten Städten auf französischer Seite - Besançon ist eine Stunde entfernt, Pontarlier rund 40 Minuten. Viele Kunden kaufen auch wegen der grösseren Auswahl in der Schweiz ein.

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