Energie: Hälfte würde im Ernstfall sparen

sda |

Die Hälfte der Schweizer Bevölkerung wäre im Ernstfall bereit, Energie zu sparen. Mehr als ein Drittel macht sich Sorgen um die Versorgungssicherheit. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Link.

Nur fünf Prozent der durch Link befragten Schweizerinnen und Schweizer zeigten sich wenig bereit, Energie zu sparen, sollten die Behörden dazu aufrufen. Frauen wiesen eine etwas höhere Bereitschaft auf als Männer, wie Link in den am Donnerstag publizierten Umfrageergebnissen schrieb.

Diese zeigten auch, dass bereits jetzt viele Menschen Strom sparen: Beim Duschen, durch abgeschaltete Geräte und beim Heizen. Am grössten ist der Wille, sich beim Duschen oder Baden einzuschränken. Gut zwei Fünftel der 1136 befragten Personen gaben an, das bereits umzusetzen und 28 Prozent würden es bei einer Energieknappheit sicher tun.

Auch vermeiden bereits jetzt 37 Prozent der Befragten den Standby-Modus von elektrischen Geräten. Knapp ein Drittel hat laut Umfrage vor, dies einzuführen. Die Mehrheit heizt bereits weniger stark oder plant, das im Winter zu tun.

Die meisten der befragten Personen befürworten ausserdem den Ausbau der erneuerbarer Energiequellen. Dreiviertel sprachen sich für Neubau grossflächiger Solaranlagen aus. Knapp 60 Prozent stehen hinter neuen Stauseen mit Wasserkraftwerken.

Weniger populär seien neue Atomkraftwerke und neue Gas- und Öl-Kraftwerke, schrieb Link. Mehr Männer sprachen sich für neue Atomkraftwerke und neue Stauseen aus als Frauen. Die repräsentative Umfrage wurde gemäss Link Ende August in der Deutsch- und Westschweiz und im Tessin durchgeführt.

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