
Geflügel- und Rindfleisch hat es letztes Jahr mehr gegeben.
mne
Während die Inlandproduktion nur leicht anstieg, nahmen die Importe deutlich zu, teilt die Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft, Proviande, mit.
Dadurch sank der Inlandanteil am Gesamtangebot auf 77,3 Prozent (Vorjahr: 79,6 %). Pro Kopf erhöhte sich das Angebot um rund 2,5 Prozent und wuchs damit stärker als die Bevölkerung.
Rind- und Geflügelfleisch im Aufwind
Besonders deutlich legte laut Proviande Rindfleisch zu: Das Angebot stieg um 6,2 Prozent auf über 105’000 Tonnen, was vor allem auf höhere Importe zurückzuführen ist. Auch Geflügelfleisch setzte seinen langjährigen Wachstumstrend fort (+5,0 %). Schweinefleisch verzeichnete mit einem Plus von 2,0 Prozent eine moderate Zunahme.
Rückläufig war hingegen das Angebot bei Kalbfleisch (-6,2 %), Pferdefleisch (-6,5 %) und leicht auch bei Wild (-0,6 %). Schaf- und Lammfleisch legten dagegen um 5,1 Prozent zu.
Kritik an Rahmenbedingungen
Die ausgewiesenen Mengen entsprechen nicht dem tatsächlichen Konsum. Studien zeigen, dass nur rund 75 bis 80 Prozent des verfügbaren Fleisches effektiv gegessen werden. Der Rest entfällt unter anderem auf Knochen, Abschnitte oder Lebensmittelverluste.
Die Entwicklung wird von der Branche kritisch beurteilt. Der steigende Importanteil führe dazu, dass Wertschöpfung ins Ausland abwandere. Als Grund werden unter anderem regulatorische Hürden genannt, die eine Ausweitung der Inlandproduktion erschweren.